DAX und MDAX: Zur Freude aller Mitreisenden spielt das Orchester auf der Titanic noch

Bernd Heim
By Bernd Heim / 21. Oktober 2015

Auch wenn der Oktober als vermeintlicher Crash-Monat bei vielen Anlegern gefürchtet ist, können wir in diesem Jahr mit dem bisherigen Verlauf recht zufrieden sein. Nur noch wenige Handelstage stehen aus und unter dem Strich dürfte am Ende des Monats ein ansehnliches Kursplus stehen. Anlegerherz, was willst du mehr?

Ruft man sich zusätzlich noch in Erinnerung welche schmerzhaften Verluste der DAX im August und September zu verzeichnen hatte, dann steht der laufende Oktober sehr schnell in einem sehr günstigen Licht.

Ausgehend vom Tief bei 9.500 Punkten zog der Index innerhalb weniger Tage steil an. Es folgte der obligatorische Kampf um die runde 10.000 Punkte Marke und nun, so scheint es zumindest, will der Index diese wieder etwas deutlicher hinter sich lassen.

Aufgehellt hat sich auch die Stimmung der Investoren. Dominierte im September noch die Angst vor weiter fallenden Kursen, erwartet nun die überwiegende Mehrheit der Investoren und Trader weiter steigende Kurse.

Berichtssaison verläuft bislang enttäuschend

Allerdings: Es liegt ein Schatten über dem DAX und der kommt ausgerechnet aus jenem Bereich, den die Kurse auf dem Frankfurter Parkett eigentlich widerspiegeln sollten: Die angelaufene Berichtssaison liefert keine Ergebnisse, die steigende Kurse eigentlich rechtfertigen würden.

Man soll zwar den Tag nicht vor dem Abend loben, doch zumindest über den Beginn der laufenden Berichtssaison kann man nur sagen, dass die gemeldeten Zahlen mehr als enttäuschend waren.

Es wurden nicht nur im großen Stil die Erwartungen der Analysten verfehlt. Das könnte ja vielleicht noch daran liegen, dass diese im Vorfeld viel zu optimistisch waren. Viel beunruhigender ist, dass nicht nur Prognosen verfehlt wurden, sondern gleich Gewinnwarnungen ausgesprochen wurden.

Man sagt zwar immer, dass die Börse die Zukunft der wirtschaftlichen Entwicklung um etwa sechs Monate vorwegnehmen würde, doch ob das auch für den aktuellen Handel gilt, sei mal dahingestellt.

Spekulieren die Anleger auf zusätzliches EZB-Geld aus dem Nichts?

Besonders in der zweiten Reihe mehren sich die Warnsignale. Gerade mal ein Drittel der Unternehmen aus dem MDAX, die bislang ihre Zahlen veröffentlicht haben, meldete Ergebnisse im Rahmen der zuvor abgegebenen Prognosen. Stolze 67 Prozent verfehlten die Erwartungen.

Schleppende Geschäfte im Handel mit China und anderen strauchelnden Schwellen- und Entwicklungsländern belasten zunehmend Bilanzen und Gewinne. Dass sich daran kurzfristig etwas ändern wird, ist nicht zu erwarten.

Viel mehr muss damit gerechnet werden, dass insbesondere die Automobilindustrie und ihre Zulieferer im Zuge des Abgasskandals bei Volkswagen mit Einbrüchen bei Umsätzen und Gewinnen werden leben müssen, denn das Vertrauen ist gerade auf den ausländischen Märkten erst einmal dahin.

Trotzdem steigen die Kurse. Spielen die Anleger wieder einmal ‚Verkehrte Welt‘? Oder hoffen sie darauf, dass Mario Draghis EZB den Karren mit frisch gedrucktem Geld bald wieder aus dem Dreck ziehen wird?

Die Europäische Zentralbank hat in der Vorwoche bereits angedeutet, dass sie den Ankauf von Staatstiteln notfalls intensivieren will. Spekulieren die Anleger nun wie im Frühjahr auf steigende Kurse dank frischem Zentralbankgeld, könnte der Höhenflug noch eine Weile weitergehen.

Tragfähig ist er aber nur dann, wenn auch die wirtschaftlichen Fundamentaldaten die hohen Kurse stützen. Das tun sie offenkundig immer weniger. Was im Gegenzug bedeutet, dass das Spiel der Anleger ein immer heißeres und gefährlicheres wird.

Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Handelstag und grüße Sie herzlich

Ihr

Bernd Heim


Anzeige

Die Woche, in der alles anders wurde …

Eine Welt, in der jeder reich ist, kann es sie geben? Und wenn es sie eines Tages gibt, wie sieht sie dann aus? Egal, ob arm oder reich: In der modernen Welt müssen auf allen Kontinenten in regelmäßigen Abständen neue Lebensverträge abgeschlossen werden. Doch diesmal zögern große Teile der Bevölkerung ihre Abschlüsse ungewöhnlich lange hinaus, denn weltweit wächst der Unmut der Armen.

>>> hier erfahren Sie mehr … <<<

 


Traden bis der Ferrari endlich vor der Türe steht

Der New Yorker Investmentbanker Jay Thompsen ist jung, erfolgreich und von sich selbst überzeugt. Viele in seinem direkten Umfeld würden sogar sagen, zu sehr von sich überzeugt. Jay weiß, dass er mehr kann, viel mehr als man ihm derzeit bei ‚John Saxton Global Trust‘ zutraut. Er will ausbrechen, schnell ausbrechen und endlich zu dem werden, was er als seine wahre Bestimmung ansieht.
Als sich die Möglichkeit ergibt, zu ‚Allington und Sanders‘, einer der besten Adressen der New Yorker Finanzszene, zu wechseln, greift Jay kurz entschlossen zu.

>> Wie es weitergeht, erfahren Sie hier <<<

 


Der große Betrug am Volk

»Gebt mir die Kontrolle über die Währung einer Nation, dann ist es für mich gleichgültig wer die Gesetze macht.« Meyer Amschel Rothschild

Wie soll ein Bankier die Macht über die Währung einer Nation bekommen, werden Sie sich jetzt fragen. Im Jahre 1913 geschah in den USA das Unglaubliche. Einem Bankenkartell, bestehend aus den weltweit führenden Bankhäusern Morgan, Rockefeller, Rothschild, Warburg und Kuhn-Loeb, gelang es in einem konspirativ vorbereiteten Handstreich, das amerikanische Parlament zu überlisten und das Federal Reserve System (Fed) ins Leben zu rufen – eine amerikanische Zentralbank.

>>> Die Konsequenzen spüren wir noch heute …<<<

 

About the author

Bernd Heim

Dr. Bernd Heim ist seit 1985 als Investor und Trader an den Finanzmärkten aktiv. Einem breiten Publikum ist er bekannt aus diversen Börseninformationsdiensten und als Schöpfer des 'Jay Thompsen', einem fiktiven Investmentbanker aus der 'Winsider'-Reihe.

Leave a comment: