DAX: Wie lange gestattet die Lage der Wirtschaft noch das ewige Warten?

Bernd Heim
By Bernd Heim / 27. Oktober 2015

Deutschland geht es gut. Noch, und weil das so ist, strömen die Flüchtlinge weiterhin in großer Zahl ins Land. Auch die hier lebenden Menschen machen sich in Masse noch keine allzu großen Sorgen um ihre Zukunft.

Das könnte sich schon bald ändern, denn eine Eintrübung der Wirtschaft dürfte auch sehr schnell die Stimmung im Land umschlagen lassen. Menschen, die ihre eigene Zukunft bedroht sehen, werden kaum in der Lage sein, ihren Kopf für die berechtigten Probleme und Nöte anderer freizumachen.

Sollte sich die wirtschaftliche Lage im Land mittelfristig ändern, ist mit zwei zunächst von einander unabhängigen Bewegungen zu rechnen, die sich jedoch gegenseitig beeinflussen und vielleicht sogar verstärken können.

Wer sich um seinen eigenen Arbeitsplatz sorgt, wird nicht mehr so leicht Geld für den privaten Konsum ausgeben, wie er es noch in der Zeit gemacht, in der diese Sorge noch nicht bestand.

Ein verhängnisvoller Kreislauf

Diese neuen Sorgen spüren werden als Erstes jene Unternehmen, die vorrangig den deutschen Binnenmarkt bedienen und ihre Produkte nicht oder nur zu einem kleinen Prozentsatz ins Ausland verkaufen.

Auch sie werden reagieren, ja reagieren müssen, und wir gehen wohl nicht fehl in der Annahme, dass sie den Druck, den sie selbst verspüren, früher oder später auch an ihre eigenen Arbeitnehmer weitergeben werden.

Worauf hin diese sich in ihrem privaten Konsum einschränken oder sogar noch weiter einschränken werden. Der klassische Kreislauf einer unaufhaltsamen Deflationsspirale wäre damit angestoßen.

Billige Kredite von den Notenbanken helfen in diesen Situationen nur begrenzt weiter, denn wer nicht weiß, wie er in Zukunft einen Kredit bedienen soll, der wird heute mit hoher Wahrscheinlichkeit zögern, ein neues Darlehen aufzunehmen.

Wohltaten setzen Überschüsse voraus

Wäre es anders, hätte Japan nicht seit über 20 Jahren unter einer massiven Deflation zu leiden. Neues Geld aus dem Nichts geschaffen hat die Bank of Japan in den vergangenen Jahren genug. Genutzt hat es dem Land wenig. Die Wirtschaft kommt nur schleppend voran und auch der Aktienmarkt in Tokio ist von seinen historischen Höchstständen meilenweit entfernt.

In Deutschland ist die Situation zwar noch nicht ganz so schlimm wie auf der Insel im Fernen Osten. Doch auch hier wissen die Menschen, gerade die Menschen im Osten, die in ihrer Kindheit und Jugend das System der DDR erleben mussten, dass in Zeiten des Mangels keine großen Sprünge zu machen sind, weder privat noch staatlich.

Im real existierenden Sozialismus wurde meist nur der Mangel verwaltet. Wenn es Wohltaten gab, basierten sie auf Überschüssen, die zuvor im kapitalistischen Westen erwirtschaftet worden waren.

Überträgt man diese geschichtliche Erfahrung auf die aktuelle Situation, kann einem leicht Angst und bange werden. Flüchtlinge, die gestern noch mit Teddybären an Bahnhöfen freundlich begrüßt wurden, können morgen schon als nicht mehr tragbare Last empfunden werden, wenn die wirtschaftliche Basis für die Wohltaten, die man eigentlich verteilen will, nicht mehr gegeben ist.

Wie radikal wird der Stimmungsumschwung sein?

Zu erwarten, dass die Stimmung dann kippt, ist keine große prophetische Leistung. Sehr entscheidend wird sein, wie sehr die Stimmung kippt und welche Bereiche von diesem Stimmungsumschwung mitbetroffen sein werden.

Auch die Börse könnte dann schnell ins Schussfeld geraten, obwohl die Flüchtlinge hier bislang noch keine allzu große Rolle spielen. Noch ist auch die überwiegende Mehrheit der Börsianer der Meinung, dass es uns wirtschaftlich ganz gut geht. Wie lange das so bleiben wird, muss abgewartet werden.

Es zeichnet sich aber schon ab, dass neue Schulden gemacht werden müssen. Nicht für die Bewohner des Landes, sondern für die, die gerade hereinströmen. Diese neuen Schulden werden entweder nie getilgt oder durch Steuern und Abgaben früher oder später wieder eingetrieben.

Hoch ist die Steuerlast für die privaten Haushalte jetzt schon. Noch höhere Steuern und Abgaben dürften schnell zu Lasten des Konsums gehen und langfristig auch die erfolgsverwöhnten Börsianer nicht kalt lassen.

Es wird interessant sein zu sehen, auf welches Pferd dann gesetzt wird: deutlich tiefere Kurse oder noch viel mehr billiges Geld aus dem Nichts von der Europäischen Zentralbank.

Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Handelstag und grüße Sie herzlich

Ihr

Bernd Heim


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About the author

Bernd Heim

Dr. Bernd Heim ist seit 1985 als Investor und Trader an den Finanzmärkten aktiv. Einem breiten Publikum ist er bekannt aus diversen Börseninformationsdiensten und als Schöpfer des 'Jay Thompsen', einem fiktiven Investmentbanker aus der 'Winsider'-Reihe.

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