DAX: Die Zutaten für ein bescheidenes Jahr 2016 sind angerührt

Bernd Heim
By Bernd Heim / 21. Dezember 2015

Ob der DAX es schaffen wird, sich mit einem Plus aus dem Jahr 2015 zu verabschieden, ist noch nicht ganz entschieden. Einige wenige Handelstage bleiben uns noch. Selbst wenn sie gut oder sogar besonders gut werden sollten, können sie nicht verdecken, dass der deutsche Leitindex in der zweiten Jahreshälfte enttäuscht hat.

Die Euphorie vom Jahresanfang ist verflogen. Sie trug den DAX bis in den April hinein beständig auf neue Hochs, doch wer Anfang Mai die ‚Sell in May and go away‘-Regel befolgt hat, der hat im Grunde nicht viel falsch gemacht.

Auch den zweiten Zusatz dieser Regel im September das Wiederkommen nicht zu vergessen, konnte man in diesem Jahr getrost außer Acht lassen. Geschadet hat das Fernbleiben vom Markt einem Investor bislang nicht.

Dass die Schwergewichte der deutschen Wirtschaft ausgerechnet jetzt in der an sich stärksten Zeit des Börsenjahres nicht so recht vom Fleck kommen, lässt aufhorchen, denn es scheint Sand in das Getriebe gekommen zu sein und selbst das frische Geld der EZB funktioniert als Schmiermittel für den Aktienmarkt nicht mehr so gut wie in der ersten Jahreshälfte.

Wann holt die Schwäche auf dem Weltmarkt den DAX ein?

Dass eine Pressekonferenz der Europäischen Zentralbank die schon begonnene Rallye zum Jahresende so abrupt abwürgen würde, konnten sich im Vorfeld wohl nur die wenigsten Anleger vorstellen. Nun ringen sie um ihre Fassung bzw. um ihre neue Einstellung zum Markt.

Dabei hat sich das Umfeld seit Mario Draghis Auftritt in Frankfurt gar nicht so sehr geändert. Frisches Geld von der EZB gibt es auch weiterhin in Hülle und Fülle und die Konjunktur brummt. Warum um alles in der Welt bekommen es die Anleger gerade jetzt mit der Angst zu tun?

Leicht zu beantworten ist diese Frage nicht, denn in der jüngeren Vergangenheit hat sich der Markt die Freiheit genommen, wirtschaftliche Warnsignale zu ignorieren. Man war im Vertrauen auf die Geldflut der EZB der Meinung, dass die Kurse auch bei schlechterer Konjunktur steigen müssten.

Diese unverwüstliche Zuversicht ist inzwischen verflogen. Es scheint, als seien sich die Anleger plötzlich bewusst geworden, in welch schwindelerregenden Höhen sich der DAX eigentlich aufhält. Möglicherweise ist die psychologische Wirkung der runden 10.000 Punkte Marke doch noch nicht so ganz verdaut.

Das Aufwärtspotential ist begrenzt, aber nach unten drohen Risiken

Deutschlands Wirtschaft lebt zu einem großen Teil vom Export. Das war in den letzten Jahren ein maßgeblicher Grund für seine Stärke. Dieser Grund fällt in 2016 nicht unbedingt weg, wird aber tendenziell schwächer, denn die positiven Effekte der Globalisierung lassen nach.

Viele Schwellenländer sind mit massiven Problemen konfrontiert. Es wird nicht mehr so viel investiert wie in früheren Jahren. Auch der Konsum stockt. Das spüren nicht nur Deutschlands Werkzeugmaschinenmacher. Auch die Automobilindustrie wird diese Zurückhaltung beim Kauf schnell spüren.

Beflügelt hat den deutschen Export im Jahr 2015 mit Sicherheit auch die Schwäche des Euros. Sie wurde von der EZB mit Blick auf die europäische Wirtschaft bewusst herbeigeführt und besonders stark profitiert haben Länder wie Deutschland, die ihre Produkte zu einem hohen Anteil im Ausland verkaufen.

Zusammen mit den niedrigen Zinsen ergab sich eine Art Konjunkturprogramm, das nun langsam ausläuft, denn beide Entwicklungen sind mehr oder weniger an ihrem natürlichen Ende angekommen. Die Zinsen sind nur mit Zwangsmaßnahmen weiter in den negativen Bereich hinein absenkbar, und dass die amerikanische Notenbank der eigenen Industrie die schwere Bürde eines extrem hohen US Dollars aufbindet, ist auch nicht sonderlich wahrscheinlich.

Ohne neue Phantasie keine höheren Kurse

Damit ist nicht unbedingt gesagt, dass der Euro nun dreht und die Zinsen bald wieder steigen. Doch die positiven Effekte, welche die deutsche Industrie stützten und den Anstieg des DAX in den letzten Jahren begleiteten, verlieren immer mehr an Kraft.

Auch die Wunderdroge ‚Geld der EZB‘ verliert zunehmend an Zugkraft. Die schwache Reaktion des DAX auf die letzte Pressekonferenz der Europäischen Zentralbank spricht an dieser Stelle Bände.

Für die Investoren wird es somit darauf ankommen, ob der Markt in 2016 ein neues Thema für sich entdecken kann. Dieses Thema wird nicht leicht zu finden sein, denn es muss erstens positiver Natur sein und zweitens so stark sein, dass es den Markt nicht nur für wenige Tage oder Wochen, sondern dauerhaft fesselt und beflügelt.

An negativen Themen hingegen ist kein Mangel, wie die letzten Wochen eindrucksvoll belegt haben. Entsprechend bescheiden sind die Aussichten für das neue Jahr 2016. Vielleicht ist oder wäre man froh, wenn man am Ende nur dort steht, wo man jetzt bereits ist.

Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Handelstag und grüße Sie herzlich

Ihr

Bernd Heim


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Chartformationen erkennen und verstehen

Chartmuster gibt es wie Sand am Meer. Doch welche sind wichtig, welche so unbedeutend, dass man sie am besten gleich wieder vergisst? Für Investoren und Trader ist es deshalb wichtig, Chartmuster schnell und richtig erkennen und einordnen zu können.

Die Analyse der Vielzahl bekannter Chartmuster stellt deshalb einen zentralen Teil der Methodik der Technischen Analyse dar. Anleger erhalten Handelssignale, deren Qualität über Gewinn oder Verlust eines Trades entscheidet.

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Anlegen in Hedge-Fonds?

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Doch was sind überhaupt Hedge-Fonds? Was ist dran an den vielen Mythen und Vorurteilen? Markus Sievers ging dieser Frage nach. Er beschäftigte sich mit Volatilität, Korrelation und einer effizienten Portfolio-Struktur.

Er untersuchte verschiedenste Strategien und Techniken und ging der wichtigen Frage nach, ob man unbedingt ein Millionär sein muss, um in Hedge-Fonds investieren zu können oder auch ein normalsterblicher Privatanleger dieses Anlageinstrument sinnvoll nutzen kann.

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Retten Sie Ihr Vermögen, solange Sie es noch können!

Die Ereignisse in Griechenland und die Krise in Dubai (2010) waren nur ein Vorgeschmack auf das, was noch folgen wird. Seither geht ein neues Schreckgespenst unter den Regierenden um: die Furcht vor einem Staatsbankrott. Jeden kann es treffen, jeder ist gefährdet, aber keiner weiß, wann es sein wird.

Angesichts dieser düsteren Aussichten drängen sich für jeden Anleger fundamentale Fragen auf: Wie lange wird der US Dollar noch die Leitwährung sein? Wie lange wird es unseren Euro noch geben? Kehrt die Inflation zurück?

Welche Länder sind akut von einem Staatsbankrott bedroht? Ist auch in Deutschland mit einer Währungsreform zu rechnen? Fragen also, die uns alle angehen, Fragen, die jeden interessieren sollten, denn ein Staatsbankrott wird Sie ganz persönlich treffen – garantiert.

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Generation Gold

Kann ein Staat nicht wollen kann, dass Sie wirtschaftlich unabhängig werden? Und wenn er es nicht will, was er tut, dies zu verhindern?

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About the author

Bernd Heim

Dr. Bernd Heim ist seit 1985 als Investor und Trader an den Finanzmärkten aktiv. Einem breiten Publikum ist er bekannt aus diversen Börseninformationsdiensten und als Schöpfer des 'Jay Thompsen', einem fiktiven Investmentbanker aus der 'Winsider'-Reihe.

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