Öl: Besser noch mal volltanken?

Börsianer schauen gerne auf den Januar, um ein Gespür dafür zu entwickeln, wie es im Verlauf des Jahres weitergehen könnte. Gleichzeitig weiß man, dass Trends sehr beständig sind und es meist sinnvoller und gewinnbringender ist, auf eine Fortsetzung des Trends zu setzen als auf sein Ende zu spekulieren.

Gebündelt fliegt uns dieses gesammelte Erfahrungswissen der Anleger derzeit in Form von immer neuen Horror- und Katastrophenprognosen der Analysten um die Ohren. Nicht nur für die angeschlagenen Aktienmärkte werden immer tiefere Kursziele ausgegeben. Auch beim Öl scheint nicht einmal die natürliche Preisgrenze von null einen belastbaren Widerstand darzustellen.

Man beschäftigt sich sogar ernsthaft mit dem Gedanken, dass die derzeit zu rund 80 Prozent gefüllten Lager im Laufe des Jahres so voll werden könnten, dass man bei weiterhin hoher Produktion den Kunden nicht nur das Öl schenken, sondern ihnen auch noch Geld dafür geben muss, damit sie das Öl abnehmen und dadurch das eigene Lagerproblem nicht zu einer Katastrophe anschwellen lassen.

Nun ja, wir haben uns in der Vergangenheit ja schon viel anhören müssen und beschäftigen uns auch langsam damit, dass negative Zinsen die neue Realität werden könnten. Warum sollten wir so borniert sein, uns negativen Ölpreisen gedanklich und real an der Tankstelle widersetzen zu wollen?

Wenn der Wahnsinn mal wieder System hat

Sinn macht das zwar alles nicht mehr. Aber in Zeiten einer von jeder Bodenhaftung losgelösten Spekulationsphase haben die Marktteilnehmer gar nicht die Zeit, geschweige denn die Muße, sich intensiv mit fundamentalen Aspekten und logischen Überlegungen zu beschäftigen. Es geht ihnen dann nicht einmal mehr um das Geldverdienen, sondern allein um den schnellen Reichtum über Nacht.

Wenn in einem Bullenmarkt angeblich nur noch der Himmel die Grenze ist oder eine laufende Abwärtsbewegung nicht vor dem Erreichen des Erdmittelpunkts zum Stehen kommen kann, sollten Sie vorsichtig werden. Der Wendepunkt ist meist nicht mehr fern.

Ob es eine langsame oder eine sehr abrupte Wende werden wird, hängt maßgeblich davon ab, wie viel Politik mit im Spiel ist und wie viel spekulatives Kapital in einem Markt, einer Aktie oder einem Rohstoff unterwegs ist.

Im Fall des Öls sind wir mit beidem mehr als gesegnet. Es war nicht zuletzt der Konflikt zwischen dem Iran und Saudi-Arabien, der die massiven Kursverluste im Januar politisch orchestriert hat. Gleichzeitig war es in der ersten Januarhälfte ausgesprochen „in“ auf einen weiter fallenden Ölpreis zu setzen.

Der Trend ist nicht immer ein Freund

Das Rheinland steuert mit Volldampf auf den Höhepunkt des Karnevals zu und wenn dort in Kürze wieder geschunkelt und ‚Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei‘ gesungen wird, dann sollten wir als Anleger daran denken, dass einem der Trend zwar nicht unbedingt Wurst sein sollte, beide jedoch zwei Enden haben, wobei Trader und Charttechniker dazu neigen, das eine Ende des Trends oftmals als seinen ‚Anfang‘ zu bezeichnen.

Ob die Bezeichnung berechtigt ist, lassen wir mal einen Moment dahingestellt. Wichtig für uns ist im Augenblick nur das zweite Ende und dem dürften wir schon recht nahe sein, wenn sich die Analysten nur noch mit immer tiefer liegenden Kurszielen überbieten und eine überdimensionierte Shortbewegung entfacht wurde.

In solchen Situationen bedarf es oftmals nur noch einer kleinen Veränderung, um aus der größten Party einen furchtbaren Spießrutenlauf werden zu lassen. Shortsqueez nennt der erfahrene Anleger diese Form des menschlichen Hennenrennens. Sie wirkt belustigend auf jene, die das Vergnügen haben, unbeteiligt am Rand stehen zu können, während die in ihren Positionen gefangenen Shorties die Situation eher als Ritt auf der Rasierklinge empfinden und meist gar nicht lustig finden.

Es gibt aktuell viele Gründe, warum der Ölpreis seine Tiefzone erreicht haben sollte. Der mit Abstand wichtigste ist der inflationsbereinigte Preis. Nominal kostete Mitte Januar das Barrel Öl mit 30 Dollar kaum mehr als zur Zeit der zweiten Ölkrise 1979/1980. Rechnet man die zwischenzeitliche Inflation, also den Kaufkraftverlust des US Dollars mit ein, lag der effektive Preis sogar nur im Bereich von fünf Dollar, was bedeutet, dass wir faktisch auf dem Preisniveau der ersten Ölkrise von 1973 angekommen waren.

Vom Schlechten des Guten

Sind derart tiefe Preise dauerhaft realistisch? Wahrscheinlich nicht, denn bei aller Freude über die preiswertere Fahrt zur Tankstelle, der extrem niedrige Ölpreis hat auch eine zerstörerische Seite.

Im Jahr 2015 wirkte der fallende Preis des Rohöls die meiste Zeit über noch wie ein überdimensioniertes Konjunkturprogramm. Nun aber ist die Entwicklung weit über das Ziel hinausgeschossen und das an sich Gute wandelt sich in etwas Schlechtes. Man konnte es in den ersten Januarwochen gut beobachten: Der Ölpreis sendet inzwischen Schockwellen durch das Finanzsystem.

In den USA steht der Schieferöl-Boom vor dem Aus. Viele Unternehmen sind in akuten Schwierigkeiten und stehen kurz vor der Pleite. Die Folge sind Massenentlassungen, die sich wohl schon bald in den wöchentlichen und monatlichen Arbeitslosenstatistiken widerspiegeln werden.

Es wird sein wie immer: Erst geht der Schuldner unter, dann stirbt der Gläubiger einen ähnlichen Tod. 2007, als die Subprime-Krise begann ihre Schockwellen durch das globale Finanzsystem zu senden, war es ähnlich. Nun ist zu befürchten, dass im Energiesektor zu viele Kredite gleichzeitig notleidend werden und die Finanzmärkte unter erhöhten Stress setzen.

Die Tür, durch die alle hinauswollen, ist wie immer viel zu eng

Es ist an der Zeit, die Reißleine zu ziehen. Ohne Fallschirm auf dem Boden aufschlagen, wollen weder die Saudis noch die Iraner oder Russen. Auch die USA haben kein Interesse an einem viel zu niedrigen Ölpreis. Deshalb wird es nicht nur bald eine Gegenbewegung geben, sondern es muss sie sogar geben.

Über das ‚Wie‘ werden sich auch Erzfeinde wie Saudi-Arabien und der Iran irgendwie verständigen können. Für den Anfang reicht es schon, wenn man damit aufhört, sich gegenseitig Steine in den Weg zu legen.

Der Ölpreis wird sich dann nicht nur stabilisieren, sondern schnell drehen und einen neuen Trend ausbilden, denn wenn diese Beobachtung erst einmal in den Köpfen der Anleger angekommen ist, werden viele ihre Shorts auflösen und zum Ausgang drängen.

Ist das allgemeine Gedränge zu groß, wird auch der Ölpreis schnell wieder bei 40 Dollar je Barrel stehen, was ausgehend von Januartiefständen einer Verteuerung um ein Drittel entspricht. Auf eine derartige Bewegung sollten Sie unbedingt vorbereitet sein.

Wann, sagten Sie, waren Sie das letzte Mal tanken?

Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Handelstag und grüße Sie herzlich

Ihr

Bernd Heim

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Deutschlands Krieg in der Luft im 1. Weltkrieg

Deutschlands Krieg in der Luft – ein Rückblick auf die Entwicklung und die Leistungen der Heeres-Luftstreitkräfte im 1. Weltkrieg von Ernst von Hoeppner. Nachdruck der Originalauflage von 1921.

Der am 14. Januar 1860 in Tonnin auf der Insel Wollin geborene Ernst Wilhelm Arnold von Hoeppner war preußischer Offizier und General der Kavallerie, sowie von 1916 bis 1918 als Kommandierender General Befehlshaber der deutschen Luftstreitkräfte im Ersten Weltkrieg.

Am 15. November 1916 wurde er von Kaiser Wilhelm II. mit der Wahrnehmung der neugeschaffenen Stelle des „Kommandierenden Generals der Luftstreitkräfte“ betraut und kehrte ins Große Hauptquartier zurück.

Seine dortigen Verdienste um die Entwicklungen der Luftstreitkräfte wurden am 8. April 1917 mit der Verleihung des Ordens Pour le Mérite gewürdigt. Kurz vor seinem Tod am 26. September 1922 erschien die Originalausgabe seines Rückblicks auf die Leistungen der der deutschen Luftstreitkräfte im Ersten Weltkrieg.

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Terrorismus und Wirtschaft

Spätestens seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA zählt der internationale Terrorismus zu den beherrschenden Themen in den Medien und dominiert seither die internationale Politik. Die öffentliche Darstellung und Wahrnehmung von Terrorismus konzentriert sich naturgemäß auf die Anschläge, die Opfer und die Trauer der betroffenen Angehörigen.

Durch die Internationalisierung des Terrorismus auf der einen Seite und die Globalisierung der Weltwirtschaft auf der anderen Seite ergeben sich jedoch auch ökonomische Fragestellungen, die zunehmend Aufmerksamkeit finden: Welche direkten und indirekten Folgen hat die terroristische Bedrohung für die Wirtschaft? Von welchen Faktoren hängt die ökonomische Wirkung eines Terroranschlages ab? Und können das Krisenmanagement bzw. die populären Anti-Terrormaßnahmen die negativen Auswirkungen zielführend bekämpfen?

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Der ultimative Trading-Guide

Nahezu jeder aktive Anleger und Trader sehnt sich nach einem Tradingsystem – nach bestimmten Regeln, auf Grund derer er kauft und verkauft.

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Die 29 Irrtümer rund ums Geld

Weltweit gibt es kaum etwas, womit wir so häufig umgehen wie mit Geld und worüber wir trotzdem so wenig wissen. Auch heute werden wir in Sachen Geld immer noch als Analphabeten aus der Schule ins Leben entlassen. Und auch in der Lebenswirklichkeit ist das Thema Geld mit vielen blinden Flecken behaftet, selbst in der Wirtschaftswissenschaft.

Bestimmte Fehlstrukturen innerhalb unseres Geldsystems werden nicht erörtert, auch nicht ihre Auswirkungen auf den sozialen oder ökologischen Bereich. Selbst Problemfelder wie Arbeitslosigkeit, leere Kassen oder Wachstumszwang werden immer noch nicht mit den monetären Fehlstrukturen in Verbindung gebracht.

Dazu existieren einfach immer noch zu viele Irrtümer. So glaubt man zum Beispiel bis heute, dass Zinsen für alle Sparer von Vorteil und Zinszahlungen nur für Kreditnehmer Belastungen sind. Auch die Geldschöpfung der Banken geistert noch immer durch die Köpfe, oder die Auffassung, dass Wirtschaftswachstum und Globalisierung unverzichtbar sind, dass Geld ein neutrales Tauschmittel ist und ohne Wirkungen auf die Tauschvorgänge.

Dieses Buch klärt in verständlicher Sprache über die wichtigsten irrtümlichen Vorstellungen auf, über die Vorgänge um und mit unserem Geld.

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Deutschland in der Globalisierung

Die Globalisierung verändert Deutschland:internationale Finanzkrisen, Klimawandel, Welthandel, internationaler Terrorismus, Konflikte um Rohstoffe, der wirtschaftliche Aufstieg von China und Indien oder der weltweite Wettbewerb in dem Unternehmen und Arbeitnehmer stehen: vieles, was die Menschen in Deutschland heute bewegt, wirkt von außen auf sie ein.

Die internationale Finanzmarktkrise im Herbst 2008 hat deutlich gemacht, dass Deutschland kein nationales Biotop, sondern global vernetzt und auf’s Engste mit der Welt verflochten ist. Nationale Regelungen greifen zu kurz.

Effektive Lösungen für die globalen Herausforderungen müssen deshalb auf internationaler Ebene gefunden werden. Nur durch gemeinsames Handeln innerhalb eines institutionellen Rahmens können diese Herausforderungen bewältigt werden.

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Mehr Selbstdisziplin

Mehr Erfolg und Lebensqualität durch Selbstdisziplin das ist die Devise, denn Selbstdisziplin ist der Schlüssel zu mehr persönlicher Freiheit und Selbstentwicklung in Beruf und Privatleben. Sie hilft Ihnen, das umzusetzen, was Sie sich vorgenommen haben.

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About the author

Bernd Heim

Dr. Bernd Heim ist seit 1985 als Investor und Trader an den Finanzmärkten aktiv. Einem breiten Publikum ist er bekannt aus diversen Börseninformationsdiensten und als Schöpfer des 'Jay Thompsen', einem fiktiven Investmentbanker aus der 'Winsider'-Reihe.

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