Gold und Silber: Rote Karte für die betrügerischen Banken

Ein Volkswirtschaftler wird Ihnen erzählen, dass die Preise sich durch das freie Spiel von Angebot und Nachfrage entwickeln oder zumindest entwickeln sollen und der Markt prinzipiell fair ist, weil allen Markteilnehmern die gleichen Einflussmöglichkeiten und Rechte zukommen.

Ein Rohstoffhändler wird ihnen, wenn er von der Praxis berichtet, das glatte Gegenteil erzählen. Die Märkte sind manipuliert und alles andere als frei. Es gibt Kartelle wie die OPEC, die den Preis je nach Bedarf in die eine oder andere Richtung verschieben und dann gibt es da noch die Banken, die über die von ihnen kontrollierten Papiermärkte den Schwanz mit dem Hund wedeln lassen.

Der Ölpreis wird in dem Moment wieder steigen, in dem die OPEC das Gefühl hat den Kampf gegen die amerikanische Schieferölindustrie gewonnen zu haben und die Preise für die Metalle und Edelmetalle fallen immer dann, wenn die Banken der Meinung sind, dass sie fallen sollten, egal, ob die physische Nachfrage hoch oder tief ist.

Geklagt haben die Rohstoffunternehmen über diese beständige Manipulation ihrer Preise und damit ihrer Geschäftsgrundlage schon immer. Getan hat sich wenig. Es wurde verkauft, zwar zähneknirschend, aber verkauft, und zwar meist zu den Preisen, die der manipulierte Markt als die offiziellen und damit als die „richtigen“ ausgegeben hat.

Gleich und Gleich gesellt sich gern

Die Börsen sind eigentlich zur Neutralität verpflichtet, weil sie für den Käufer wie für den Verkäufer als Dienstleister fungieren. Aber auch das ist leider nur graue Theorie. Wenn die Verbindungen zu den Banken zu eng sind, wird bei überraschenden Kursbewegungen leicht mal ein Auge zugedrückt.

Es ist traurig, aber wahr: Man muss sich inzwischen fragen, was die Banken eigentlich noch nicht manipuliert haben. Außer dem Wetter und den Gezeiten Ebbe und Flut fällt mir persönlich dazu leider nicht viel ein. Zinsen, Gold, Silber, Abweichungen bei den Kursen oder beim Spread … – die Liste der Tricksereien zulasten der Allgemeinheit ist lang und beinahe allumfassend.

Eigentlich wäre es die Aufgabe des Staates regulierend einzugreifen, wenn ein Markt bewusst manipuliert und verzerrt wird. Doch die Staaten sind auffällig untätig. Wenn sich die EU beispielsweise mit dem gleichen Eifer, mit dem sie sich um den Inhalt von Marmeladengläsern kümmert, auch den Manipulationen der Banken widmen würde, wären die meisten Institute längst geschlossen.

Aber die Banken werden gebraucht, um die Staatsanleihen unters Volk zu bringen. Eine Anleihe, die man nie wirklich zurückzahlen will, sondern bei Fälligkeit höchstens mit einem neuen Kredit bedient, ist im Grunde genauso betrügerisch, wie es die Manipulationen der Banken sind. Wundert es da noch, dass die eine Krähe der anderen kein Auge aushackt, weil gewisse Krähen „systemrelevant“ sind?

Eine Branche beginnt sich zu wehren

Auf Besserung zu hoffen, ist illusorisch. Wer sich wehren will, dem bleibt eigentlich nur noch das Medium des Boykotts. Als Privatanleger kauft man dann beispielsweise keine Goldzertifikate, sondern nur noch reales Gold und verwahrt dieses selbst.

Wenn der Preis dann mal für zwei oder drei Jahre nach unten geschleust wird, weil die Krisen zu zahlreich sind, verlieren die gekauften Münzen oder Barren zwar offiziell an Wert, aber gewiss nicht an Gewicht, währen die Zertifikate von den Emittenten fröhlich geknockt werden und wertlos verfallen.

Als Produzent kann man sich auch verweigern, indem man an einer Börse nicht mehr handelt, wenn dort manipulative Aktionen geduldet werden. Dann können die Freunde des Papiergolds und Papiersilbers dort zwar weiterhin eifrig Papier untereinander verschieben, nur echtes Metall gibt es für dieses „Altpapier“ anschließend nicht mehr.

Geschehen ist dies am 8. Februar 2016 und die betroffene Börse ist die London Metals Exchange (LME). Die Londoner Metallbörse zählt neben der Comex in New York und den Börsen in Shanghai und Singapur zu den größten Handelsplätzen, an denen edle und unedle Metalle am Kassamarkt bzw. auf Termin gehandelt werden.

Sechs große Bergbaugesellschaften verweigern sich

Die London Metals Exchange ermittelt täglich Referenz- bzw. Kassakurse für Metalle. Sie bietet Hedgegeschäfte an und ermöglicht auch die mit dem Handel verbundene, physische Lagerung der Metalle. Es war genau diese Ermittlung der Referenz- bzw. Kassakurse, die das Fass zum Überlaufen brachte.

Angeführt vom Minengiganten Rio Tinto verließen am 8. Februar 2016 insgesamt sechs große Bergbaukonzerne die LME. Damit verlor die Londoner Börse auf einen Schlag zehn Prozent ihrer Mitglieder der wichtigen ‚Kategorie 5‘, in der die absoluten Schwergewichte des Metallhandels zusammengefasst sind.

Für den drastischen Schritt wurde offiziell keine Begründung genannt. Viel deutet jedoch darauf hin, dass die Fixierung des Silberpreises in der Woche zuvor der ausschlaggebende Punkt war.

Einige Banker glaubten offenbar ihre Boni optimieren zu müssen und beschlossen, dass der Tagespreis für die Auslieferung von physischem Silber um sechs Prozent unter dem aktuellen Silber-Papierpreis liegen sollte. Die polnische KGHM, immerhin einer der größten Silberproduzenten der Welt, kritisierte diese Manipulation umgehend.

Am Ende hilft nur noch Selbsthilfe

Als die den Handel an der LME koordinierende und kontrollierende London Bullion Market Association (LBMA) nicht gegen die offensichtliche Manipulation einschritt, zogen die großen Minengesellschaften die Reißleine und verließen die Londoner Metallbörse.

An dieser Stelle sind die Feinheiten wichtig. Die London Bullion Market Association ist eigentlich eine Interessenvertretung der Minengesellschaften. Aber nicht einmal sie hielt es für nötig, ihren Mitgliedern beizuspringen und Unterstützung zu gewähren.

Hervorzuheben ist auch, dass Rio Tinto kein klassischer Goldförderer ist. Gold und Silber fallen bei Rio Tinto eher als Nebenprodukte an und spielen damit in der Bilanz und beim Gewinn des Unternehmens nur eine nachgeordnete Rolle.

Das zeigt, dass die Bergbaukonzerne der vielen Manipulationen überdrüssig sind, und nun auch endlich gewillt scheinen, die notwendigen Konsequenzen zu ziehen. In der Öffentlichkeit ist der Austritt kaum bekannt geworden. Das Schweigekartell der Banken und befreundeten Medien funktioniert an dieser Stelle noch tadellos.

Verweigern auch Sie sich den Betrügern!

Möglicherweise wurden wir in diesem Monat Zeugen eines historischen Schritts. Er war überfällig und er sollte von möglichst vielen Marktteilnehmern nachvollzogen werden. Allerdings nicht nur die Produzenten sind an dieser Stelle gefordert.

Auch die Privatanleger verfügen durchaus über einen gewissen Gestaltungsspielraum und damit über eine Marktmacht. Für Letztere bietet es sich an, auf Zertifikate vollständig zu verzichten.

Wenn man ohnehin von Emittenten, Banken und Brokern nur noch nach allen Regeln der Kunst abgezockt wird, sollte man sich überlegen, ob man an diesem falschen Spiel überhaupt noch teilnehmen will.

Wer diese Frage mit einem ’nein‘ beantwortet, der kauft in Zukunft nur noch die allem Papier zugrunde liegenden wahren Werte, also die Aktien oder bei den Edelmetallen Gold und Silber in physischer Form.

Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Handelstag und grüße Sie herzlich

Ihr

Bernd Heim


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Gefangen zwischen zwei Welten

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Scharia in Deutschland

Islamunterricht an deutschen Schulen – Öffentliche Aufrufe zum Mord an Andersgläubigen – Forderungen, auch in Deutschland, die Scharia einzuführen. Stellen radikale Islamisten immer mehr eine Bedrohung für unsere demokratische Ordnung dar?

Die Aktivistin und Publizistin Sabatina James warnt vor den fatalen Folgen einer falsch verstandenen Toleranz. Sie fordert uns auf, die vom Islam ausgehende Bedrohung unserer Freiheit und Demokratie ernst zu nehmen. Es ist Zeit, dass wir erkennen, wie sehr unsere eigenen Werte in Gefahr sind.

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Die Enden der Welt

Auf fünf Erdteilen war Roger Willemsen unterwegs, um seine ganz persönlichen Enden der Welt zu finden. Manchmal waren es die großen geographischen: das Kap von Südafrika, Patagonien, der Himalaja, die Südseeinseln von Tonga, der Nordpol. Manchmal waren es aber auch ganz einzigartige, individuelle Endpunkte: eine Bahnstation in Birma, ein Bett in Minsk, ein Fresko des Jüngsten Gerichts in Orvieto, eine Behörde im kriegszerrütteten Kongo. Immer aber geht es in diesen grandiosen literarischen Reisebildern auch um ein Enden in anderem Sinn: um ein Ende der Liebe und des Begehrens, der Illusionen, der Ordnung und Verständigung. Um das Ende des Lebens – und um den Neubeginn.

>>> Roger Willemsens literarische Reise ans Ende der Welt … <<<


Ich war ein Salafist

Er begleitete den Salafisten-Prediger Pierre Vogel auf der Pilgerfahrt nach Mekka, war die rechte Hand des Islamisten-Führers Sven Lau: Dominic Musa Schmitz konvertierte als 17-Jähriger zum Islam und war tief in den Zirkeln der deutschen Salafisten-Szene verankert. Mit professioneller Propaganda warb er neue Anhänger, einige seiner Brüder kämpften für den „Islamischen Staat“. Doch als er seinen besten Freund, einen Nicht-Muslim, im Namen Allahs verstoßen muss, beginnt er sich Fragen zu stellen.

Kann ein Glaube mit so vielen Dogmen richtig sein? Schritt für Schritt löst er sich von seinen radikalen Brüdern. In seinem Buch erzählt Dominic Musa Schmitz, warum ein radikaler Islam für junge Deutsche attraktiv ist, wie er die Zeit in Salafisten-Kreisen erlebte: geprägt von Hass, bigotter Heuchelei und dem unbedingten Willen zum Gehorsam. Dieser hochaktuelle Bericht eines ehemaligen deutschen Salafisten zeigt dem Leser aus nächster Nähe, was junge Erwachsene dazu bewegt, sich zu radikalisieren, und wie das gefährliche Salafisten-Netzwerk – mitten unter uns – funktioniert.

>>> Meine Zeit in der islamistischen Parallelwelt … <<<


Arbeitsblockaden erfolgreich überwinden

Wachsende Türme aus unerledigten Akten, immer wieder hinausgeschobene Abgabetermine, tausenderlei Arbeitsvorgänge, in denen man sich verzettelt, oder die Angst, im eigenen Chaos etwas Entscheidendes zu übersehen: Arbeitsblockaden haben viele Gesichter.

Claudia Guderian bietet in diesem praxisnahen Arbeitsbuch schrittweise Anleitung, um Arbeitsblockaden ein für alle Mal zu überwinden und nicht mehr unnötig Zeit und Energie zu vergeuden.

>>> Schluss mit Aufschieben, Verzetteln, Verplanen! <<<


Die vergessene Generation

Noch nie hat es in Deutschland eine Generation gegeben, der es so gut ging wie den heute 60- bis 75jährigen. Doch man weiß wenig über sie, man redet nicht über sie – eine unauffällige Generation. Jetzt beginnen sie zu reden, nach langen Jahren des Schweigens.

Die Kriegskindergeneration ist im Ruhestand, die eigenen Kinder sind längst aus dem Haus. Bei vielen kommen jetzt die Erinnerungen allmählich hervor und mit ihnen auch Ängste, manchmal sogar die unverarbeiteten Kriegserlebnisse. Sie wollen nun über sich selbst nachdenken und sprechen.

Der Psychoanalytiker Horst-Eberhard Richter spricht von einer ‚verschwiegenen, unentdeckten Welt‘. Mit den Holocaust-Opfern habe man sich eingehend beschäftigt, mit der Kriegskindergeneration nie.

Ihnen wurde gesagt: ‚Sei froh, dass du überhaupt überlebt hast. Vergiss alles und schau lieber nach vorne!‘ Sie haben den Bombenkrieg miterlebt oder die Vertreibung, ihre Väter waren im Feld, in Gefangenschaft oder sind gefallen. Diese Erinnerungen haben sie bislang in sich verschlossen gehalten, sie trösteten sich mit der Einstellung: ‚Andere haben es noch viel schlimmer gehabt als wir.‘

So wurde eine ganze Generation geprägt: Man funktionierte, baute auf, fragte wenig, jammerte nie, wollte vom Krieg nichts hören – und man konnte kein Brot wegwerfen.

>>> Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen … <<<


Das Ende des Imperiums

Für die Neuauflage des erstmals 2011 erschienenen Buches haben sich der Historiker Thomas Kunze und der Journalist Thomas Vogel erneut auf die Reise durch die 15 ehemaligen Sowjetrepubliken begeben. In ihrer Beschreibung der dramatischen Veränderungen der vergangenen 25 Jahre berücksichtigen sie somit auch die jüngsten Ereignisse und Konflikte, wie z. B. die Auseinandersetzungen in der Ukraine. Das Buch ist eine Verbindung aus zeitgeschichtlicher Analyse und lebendigem Reisebericht.

>>> Was aus den Staaten der Sowjetunion wurde … <<<


Syrien verstehen

Wer Syrien verstehen will, muss jenes Syrien kennen lernen, als es noch nicht zerstört war: Seine Geschichte, seine Politik, seine Religion. Dann wird deutlich, wie sehr der gesamte Nahe Osten von der Lage in Syrien abhängt. Die syrische Katastrophe droht zum Unheil für den nervösesten Unruheherd unserer Welt zu werden.

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About the author

Bernd Heim

Dr. Bernd Heim ist seit 1985 als Investor und Trader an den Finanzmärkten aktiv. Einem breiten Publikum ist er bekannt aus diversen Börseninformationsdiensten und als Schöpfer des 'Jay Thompsen', einem fiktiven Investmentbanker aus der 'Winsider'-Reihe.

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