Neue Gefahr: Chinas wachsende Unternehmensschulden

Chinas aufstrebende Wirtschaft war jahrelang die Lokomotive der Weltwirtschaft. Das Land überzeugte mit hohen Wachstumszahlen, importierte in großer Masse Rohstoffe und ausländische Produkte und brachte so auch die Konjunktur anderer Länder mächtig in Fahrt.

Diese Zeiten sind inzwischen vorbei. Chinas Wachstum verlangsamt sich spürbar, was nicht weiter verwunderlich ist, denn allein durch den statistischen Effekt einer immer breiter werdenden Basis wird es von Jahr zu Jahr schwerer, um einen bestimmten Prozentsatz zu wachsen.

Man kann auch nicht unbegrenzt Autobahnen, Hochgeschwindigkeitsstrecken für Züge und neue U-Bahn-Linien bauen. Der Bedarf ist sicher vielerorts noch vorhanden, vor allem in den Städten der zweiten und dritten Reihe. Aber das Reich der Mitte ist längst an einem Punkt angelangt, an dem es sich eine weitere Umweltverschmutzung nicht mehr leisten kann.

Wie andere Menschen wollen auch die Chinesen Wohlstand und Lebensqualität. Moderne Kommunikationsmittel, Autos und andere Statussymbole stehen deshalb hoch im Kurs. Den Menschen wird aber auch immer bewusster, dass saubere Luft und klares, frisches Trinkwasser Werte sind, die nicht zu kurz kommen dürfen.

Das Ende des Raubbaubooms ist erreicht

Erkauft wurde der beeindruckende Boom der vergangenen zwei Dekaden mit einem hohen Preis: Die Umwelt ist an vielen Stellen nachhaltig geschädigt worden. Sehr umweltbewusst waren und lebten die Chinesen bislang nicht. Aber auch ihnen wird zunehmend klar, dass der Smog, den sie in den großen Metropolen immer öfter vor Augen haben, nicht nur Lebensqualität, sondern auch Lebensjahre kostet.

Die kommunistische Regierung steht vor einem Dilemma. Sie spürt die wachsende Unzufriedenheit mit den alltäglichen Bedingungen, kann sie aber nur schwer ändern, ohne ihre eigene Machtbasis sofort massiv infrage zu stellen.

Werden die die großen Dreckschleudern des Landes dezidiert angegangen und zum schnellen Einbau von Filtern verdonnert, steigt die Luft- und Wasserqualität. Es steigt mit hoher Wahrscheinlichkeit aber auch die Zahl der Arbeitslosen, denn viele alte und ineffiziente Betriebe, die schon heute auf dem Weltmarkt nur schwer mithalten können, werden dann erst recht keine Chance mehr haben.

Es wäre einfacher, wenn sich die Menschen nur eines wünschten, saubere Luft oder einen stabilen Job. Sie wünschen sich aber beides und hier liegt das Problem, weil Chinas politische Führung mit Blick auf den eigenen Machterhalt bestrebt sein wird, Reformen zu verschleppen, wenn sie auf lange Sicht dazu führen könnten, dass das Heer der Unzufriedenen wächst und politisch gefährlich wird.

Das mehrfache Leben der Staatskonzerne

Chinas staatliche Unternehmen sind verschuldet. Viel zu hoch verschuldet, findet der Internationale Währungsfonds und fand unlängst ausgesprochen deutliche Worte. Das Land steuere auf sehr ernste Probleme zu, wenn es die hohe Verschuldung seiner Staatsfirmen nicht in den Griff bekommt, warnte beispielsweise der stellvertretende IWF-Chef, David Lipton.

Der IWF legt damit seinen Finger in eine Wunde, die momentan besonders schmerzt und allen Beteiligten einiges an Kopfzerbrechen breitet. An für sich sollte China von seinen Handelspartnern im Westen in diesem Jahr der Status einer Marktwirtschaft zuerkannt werden. Wird dieser Schritt vollzogen, können sich Europa und die USA aber nicht mehr so leicht mit Strafzöllen gegen die Dumpingpreise aus dem Reich der Mitte wehren.

Es liegt auf der Hand, dass die Chinesen die Einhaltung des Versprechens fordern. Ebenso verständlich ist das Zögern des Westens, denn hier kann man seine eigenen Beschäftigten in vielen Branchen gleich ganz ganzjährig in den Urlaub oder nach Hause schicken, wenn die Konkurrenz aus China mit ihren künstlich tiefen Preisen den Markt flutet.

Wir dürfen an dieser Stelle nicht vergessen, dass beispielsweise Chinas Stahlindustrie über Kapazitäten verfügt, die ausreichen, die gesamte Welt mit Stahl zu versorgen. Die Werke von ThyssenKrupp und anderen europäischen Stahlkochern würden nicht benötigt, wenn man die Chinesen allein gewähren lässt. Im Bereich der Solarindustrie sieht es ähnlich aus. Auch hier wurden im Reich der Mitte Kapazitäten aufgebaut, die weit über den eigenen Bedarf hinausgehen.

Wohin mit den aufgebauten Überkapazitäten?

In Jahren des Booms werden sehr oft Kapazitäten geschaffen, die langfristig nicht in diesem Umfang benötigt werden. Normalerweise reguliert der Markt diese Unausgewogenheit recht schnell über die Preise und den Gewinn. Weil die Margen unter Druck stehen und nicht mehr jeder Phantasiepreis realisierbar ist, scheiden die schwachen Unternehmen als Erste aus dem Bieterwettstreit aus.

Die Regierung in Beijing hat sich den Abbau von Überkapazitäten zum Ziel gesetzt, doch sie wird dabei mit hoher Wahrscheinlichkeit nur sehr vorsichtig vorgehen, denn eine zu hohe Zahl an Entlassenen wird den sozialen Druck anschwellen lassen und kann deshalb leicht zu Aufruhr und Unruhen führen. Und wenn die Kommunistische Partei eines fürchtet, dann sind es Szenen, wie wir sie gerade in Frankreich erleben, auch auf den eigenen Straßen zu sehen.

Der Abbau der Überkapazitäten und der Übergang zu einer echten Marktwirtschaft wird deshalb noch etwas Zeit benötigen. In den Jahren des Übergangs werden Chinas Banken auf Weisung der Regierung die ineffizienten Staatsunternehmen weiterhin mit günstigen Krediten unterstützen. Koste es, was es wolle, denn ansonsten ist der zu zahlende Preis am Ende gar noch der eigene Machtverlust und diesen Preis will innerhalb der KPC niemand zahlen.

Der Westen tut deshalb gut daran, nicht auf einen schnellen Abbau der hohen Überkapazitäten zu hoffen. Weil China noch keine echte Marktwirtschaft ist, besteht auf der anderen Seite auch noch nicht die Notwendigkeit, dem Land diesen Status jetzt schon zuzubilligen.

Die uneinbringlichen Kredite werden am Ende das ganze Land belasten

Es wird an dieser Stelle Streit und viele unfreundliche Worte geben. Aber beide sind unvermeidlich, solange gesündere Unternehmen in westlichen Ländern geopfert werden sollen, damit in China ineffiziente Arbeitsplätze und die Macht der regierenden Kommunisten erhalten werden können.

Ein massives Problem sind dabei die vergebenen Kredite, denn wer heute nicht zu marktgerechten Preisen produzieren kann, weil er zum Schutz der Regierung zu viel Personal mit sich herumschleppen muss, der wird es vermutlich auch in vier oder fünf Jahren nicht können.

Die Kredite, mit denen die Banken die Staatskonzerne heute über Wasser halten, sind damit faktisch dauerhaft uneinbringlich und müssten eigentlich abgeschrieben werden. Das wäre die sauberste Lösung, brächte aber Chinas Banken selbst sofort in eine ernst zu nehmende Schieflage.

Probleme im Finanzsystem betreffen aber über kurz oder lang jeden im Land. Die Politik der chinesischen Regierung, die ineffizienten Staatskonzerne mit günstigen Krediten künstlich am Leben zu halten, könnte sich deshalb auf lange Sicht als ein schwerwiegender Fehler erweisen, denn sie löst kurzfristig ein Problem, indem sie ein anderes, noch viel größeres Problem langfristig erschafft.

Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Handelstag und grüße Sie herzlich

Ihr

Bernd Heim


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Traden bis der Ferrari endlich vor der Türe steht

Der New Yorker Investmentbanker Jay Thompsen ist jung, erfolgreich und von sich selbst überzeugt. Viele in seinem direkten Umfeld würden sogar sagen, zu sehr von sich überzeugt. Jay weiß, dass er mehr kann, viel mehr als man ihm derzeit bei ‚John Saxton Global Trust‘ zutraut. Er will ausbrechen, schnell ausbrechen und endlich zu dem werden, was er als seine wahre Bestimmung ansieht.

Als sich die Möglichkeit ergibt, zu ‚Allington und Sanders‘, einer der besten Adressen der New Yorker Finanzszene, zu wechseln, greift Jay kurz entschlossen zu.

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Die Königsklasse der Rohstoffe: Investieren in Edelhölzer

Holz ist nach Öl und Gas der drittgrößte Rohstoffmarkt der Welt. Trotzdem ist diese Anlage bis heute den spezialisierten Aufforstungs- und Produktionsbetrieben und – insbesondere bei Edelholz – einer kleinen Gruppe sehr gut informierter Großinvestoren vorbehalten.

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Die Rückkehr des Anlegers zum gesunden Menschenverstand

In den 1960er-Jahren rief Tom Watson, der Vorstandsvorsitzende von IBM, einen seiner leitenden Angestellten in sein Büro, nachdem dessen Projekt 10 Millionen US-Dollar in den Sand gesetzt hatte.

Der Mann nahm daraufhin an, dass er gefeuert wird. Watson aber sagte zu ihm: „Gefeuert? Verdammt, ich habe 10 Millionen US-Dollar in Ihre Ausbildung investiert. Ich will nur sicher gehen, dass Sie die richtigen Lektionen lernen.“

Paul B. Caroll und Chunka Mui stützen sich in ihrem Buch ‚Neue Spielregeln für das Finanzkasino‘ auf mehr als 750 Studien über geschäftliche Fehlentscheidungen und wollen dadurch törichte Strategien und Taktiken, die Unternehmen wieder und wieder in Schwierigkeiten bringen, enthüllen.

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Selling Blue Elephants

Wäre es nicht schön, voraussehen zu können, was Verbraucher denken und fühlen? Welch großen Vorteil hätten Unternehmen, wenn sie schon im Voraus wüssten, was die Kunden morgen für Bedürfnisse haben?

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Die Neuordnung der Finanzmärkte: Warnungen, Konsequenzen und Reformen

Es hat sich vieles verändert, seit die Uhren nach dem Zweiten Weltkrieg zurück auf Null gestellt wurden. »Aber was hat das mit meiner Situation heute zu tun?«, werden viele fragen.

Sehr viel, sagt Henry Kaufman, denn die wirtschaftlichen Entwicklungen seit damals bestimmen den Verlauf der heutigen Problematik maßgeblich. Basierend auf den Erkenntnissen seiner Untersuchungen entwirft er ein Modell, mit dem die Krise überwunden werden kann.

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Die 4 größten Fehler beim Handel mit Optionen – simplified

Egal ob an einer deutschen Präsenzbörse, in Xetra oder außerbörslich mit einem namhaften Emittenten, Sie können viel Geld mit dem Optionsscheinhandel verdienen, wenn man weiß, wie es geht.

Der Experte Jay Kaeppel hat deshalb aus den häufigsten Fehlern die vier gravierendsten herausgesucht. Er erklärt verständlich und anschaulich, wie man sie umgehen kann und somit erfolgreich mit Optionen handelt.

Dieses Buch sollte jeder Trader beim Handeln immer griff bereit haben.

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Warren Buffetts Investment-Geheimnisse

Mit gerade einmal 100 Dollar gründete Warren Buffett 1956 seine erste eigene Firma Buffett Partnership, bevor er 1969 mit Berkshire Hathaway zum erfolgreichsten Investor aller Zeiten wurde. Wenigen ist bekannt, dass er mit seinem ersten Unternehmen noch erfolgreicher war als später mit Berkshire Hathaway. Bis 1969 erzielte er ein durchschnittliches Ergebnis von fast 30 Prozent im Jahr. Zum ersten Mal erscheinen mit diesem Buch die gesammelten, kommentierten und von Warren Buffett autorisierten Briefe, die er seinen Anteilseignern von Buffett Partnership zwischen 1956 und 1970 schrieb, um seine Investmentstrategie darzulegen. Ein einmaliger und seltener Blick in die erfolgreichen Strategien des größten Investors der Welt.

>>> Die Essenz der Partnership Letters des erfolgreichsten Investors aller Zeiten … <<<


Kapitalismus 4.0: Die Geburtsstunde einer neuen Wirtschaftsordnung

Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat Menschen, Banken, Firmen, ja, ganze Staaten ruiniert. Dennoch: Auch diese folgenschwere Erschütterung ist kein Anlass, den Abgesang auf das System an sich anzustimmen.

Die letzte Krise war nicht die erste und wird auch nicht die letzte sein. Von jeher hat sich der Kapitalismus anglo-amerikanischer Herkunft aus der Krise befreit und selbst geheilt.

Dies ist die These, die Anatole Kaletskyin seinem richtungsweisenden Werk ableitet und begründet. Der renommierte Wirtschaftsjournalist legt umfassend dar, warum Untergangsszenarien obsolet und wir jetzt in einer Phase des Übergangs zur Version 4.0 der kapitalistischen Wirtschaftsordnung sind.

Kaletsky unterscheidet und analysiert dazu vier Phasen des Kapitalismus seit Ende des 18. Jahrhunderts. Mit seinem Erklärungsmodell kann man den gegenwärtigen globalen Wandel von Wirtschaft und Politik perfekt einordnen, bewusst miterleben und schließlich die Entwicklung der nächsten zehn Jahre ableiten.

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Markus Koch stellt die Broker und Menschen der Wall Street in einer fast einstündigen TV-Dokumentation vor. Als würde der Zuschauer und Leser selbst auf dem Sofa im Handelsraum der Börse sitzen, werden private Einblicke in das Leben der dort arbeitenden Menschen gewährt.

In der auch einzeln erhältlichen DVD berichtet außerdem der Baumagnat Donald Trump über die Veränderungen in New Yorks Finanzdistrikt.

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Mit Die Kunst des Fermentierens liegt nun erstmals das vollständige Hauptwerk des weltweit wohl prominentesten Fermentierers in deutscher Sprache vor. Es ist das Standardwerk zum Thema.

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About the author

Bernd Heim

Dr. Bernd Heim ist seit 1985 als Investor und Trader an den Finanzmärkten aktiv. Einem breiten Publikum ist er bekannt aus diversen Börseninformationsdiensten und als Schöpfer des 'Jay Thompsen', einem fiktiven Investmentbanker aus der 'Winsider'-Reihe.

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