Deutsche Automobilzulieferer: Nur geringe Investitionen in Indien

Eigentlich hätte Indien das Potential das zweite China zu werden. Eigentlich müssten die deutsche Automobilindustrie und ihrer Zulieferer verstärkt in dem aufstrebenden Land investieren, so wie sie es einst in China getan haben. Doch die Industrie zögert. Sie sieht das große Potential, sie verschließt ihre Augen aber auch nicht vor den gewaltigen Problemen.

China ist in den vergangenen zwanzig Jahren zum wichtigsten Absatzmarkt für Kraftfahrzeuge geworden. Indien hat das Potential auf diesem Weg zu folgen. Der indische Automarkt gewinnt an Tempo. Das hat zwar dazu geführt, dass die deutsche Automobilindustrie und ihrer Zulieferer in Indien heute präsenter sind als noch vor einigen Jahren, doch verglichen mit Staaten wie Mexiko, Brasilien oder China ist das Engagement überschaubar geblieben.

Die Zurückhaltung beim Aufbau neuer Fertigungskapazitäten macht die vielen Sorgen sichtbar, die deutsche Manager beschleichen, wenn sie an den indischen Subkontinent denken. 1,3 Milliarden Menschen leben in Indien die meisten von ihnen jung und relativ gut qualifiziert. Sie stellen sowohl als Arbeitskräfte wie auch im zweiten Schritt als Kunden für Autos europäischer Hersteller ein großes Potenzial dar.

Genutzt wird es derzeit noch nicht. Deutschlands Automobilzulieferer bauen bestehende Standorte aus, sie scheuen aber davor zurück neue Produktionszweige aufzubauen. Bosch beispielsweise wird in diesem Jahr rund 100 Millionen Euro in Indien investieren. Das klingt im ersten Moment nach viel, ist aber nicht mehr als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre. In diesem Zeitraum investierten die Schwaben 680 Millionen Euro in ihre indischen Standorte.

Probleme vor Ort als Bremse

Auch Continental, ElringKlinger, Brose und ZF sind in Indien aktiv. Größere Pläne verfolgen sie dort allerdings nicht. Es geht um eine Vertiefung der bestehenden Kontakte und Geschäfte, mehr nicht. Man könnte dieses vorsichtige Agieren verstehen, wenn es um einen gesättigten europäischen oder amerikanischen Markt ginge. Aber Indien ist eigentlich auf dem Sprung das zweite China zu werden.

In den Jahren 2011 bis 2015 haben die deutschen Automobilzulieferer die Zahl ihrer indischen Standorte von 71 auf 119 erhöht. Dass es nicht mehr geworden sind, ist primär der schlechten Infrastruktur im Land zu verdanken. Beklagt wird, dass es der indischen Regierung nicht gelingt, das Straßen- und Schienennetz signifikant zu verbessern.

In Deutschland kommen auf 1.000 Einwohner nach Angaben des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) 555 Autos. In Indien sind es nur 22. Wenn Indien nur zu Ländern wie China und Mexiko aufschließen würde, ergäbe sich ein enormes Absatz- und Gewinnpotential.

Aber Autos benötigen ein funktionierendes Straßensystem, zunächst um überhaupt produziert zu werden und anschließend um darauf zu fahren. China hat in den vergangenen 20 Jahren viel Geld in den Bau von Straßen und Schienenwegen gesteckt. Das Reich der Mitte verfügt heute über zahlreiche gut ausgebaute Autobahnen und das weltweit größte Netz an Hochgeschwindigkeitsstecken.

Korruption und schlechte Infrastruktur

Damit lassen sich die großen Entfernungen im Land gut überwinden. In Indien jedoch sind die Transportwege länger, weil Lastkraftwagen und Züge mehr Zeit benötigen, um vergleichbare Strecken zurückzulegen. Der höhere Zeitaufwand ist jedoch nicht das einzige Problem mit dem sich ausländische Firmen in Indien herumschlagen müssen.

Der Subkontinent kämpft seit Jahrzehnten mit einer grassierenden Korruption und leistet sich eine Bürokratie, die ihre vornehmste Aufgabe darin zu sehen scheint, Leute zur Verzweiflung zu bringen. Zölle werden in Indien beispielsweise nicht nur dann fällig, wenn Waren aus dem Ausland ins Land eingeführt werden. Der indische Staat erhebt auch dann Zölle, wenn Bauteile zur Weiterverarbeitung von einem Bundesstaat in einen anderen transportiert werden.

Aufgegeben haben Deutschlands Manager das Land noch nicht, aber Euphorie macht sich auch nicht breit. Gehofft wird auf ein mögliches Freihandelsabkommen der EU. Es könnte dazu beitragen die Auswirkungen der protektionistischen Politik des Landes zu reduzieren. Doch die Verhandlungen mit der indischen Regierung liegen in dieser Frage gerade auf Eis.

Die Umsätze der deutschen Automobilzulieferer in Indien steigen derweil dennoch, aber sie tun es nicht mit der Geschwindigkeit, die man aus China gewohnt ist. Brose steigerte die eigenen Umsätze in den vergangenen drei Jahren um ein Drittel und strebt bis 2020 eine Verdopplung an. Bosch steigerte die eigenen Erlöse in den vergangenen zehn Jahren von 0,7 auf 1,7 Milliarden Euro.

Der weitere Ausblick: verhalten positiv

Die Schwaben gehen davon aus, dass sich die Situation weiter verbessert. In Neu-Dehli hat die Regierung die mangelhafte Infrastruktur und die ausufernde Bürokratie als Probleme erkannt und ist um Besserung bemüht. Bei Bosch rechnet man deshalb damit, dass die zwei Milliarden-Euro-Schwelle beim Umsatz schon bald fallen wird.

In Indien sind nicht nur die Transportwege weit. Auch der Weg zu einem modernen, funktionierenden Staat ist mit Hindernissen gepflastert. Es wird deshalb noch einige Zeit dauern, bis das große Potential des Subkontinents in vollem Umfang ausgeschöpft werden kann.

Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Handelstag und grüße Sie herzlich

Ihr

Bernd Heim


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Wenn die Nacht am schwärzesten ist, ist der Morgen schon wieder nah. Schlägt man das durchaus plakativ klingende Buch Kasino-Kapitalismus von Hans-Werner Sinn auf, wird man mit diesem Sprichwort begrüßt. Wenn der Morgen allerdings nah ist, dann impliziert dies, dass auch die nächste Nacht nicht fern ist. Und so bekommt dieses Sprichwort, welches von Herrn Sinn vermutlich als ein Lichtblick nach der schweren Zeit gedacht war, einen durchaus faden Beigeschmack.

Nach der Krise kommt der Aufschwung, welcher wiederum eine Krise nach sich ziehen wird. Die Ausprägung und die Dauer der Krise sowie des Aufschwungs mögen sich unterscheiden. Von der Weltwirtschaftskrise 1929 über die Weltschuldenkrise in den Achtzigern, die Rettung der amerikanischen Sparkassen in den Neunzigern, die Asienkrise oder die lateinamerikanische Krise von 1998 bis 2004 zeigt die Fülle der Krisen allerdings deutlich, dass immer eine neue Krise folgen wird.

Im Jahre 2007 wurde dies durch die Subprime Krise und deren Auswirkungen noch einmal eindrucksvoll unterstrichen. Eine Frage aber drängt sich nach der nüchternen Betrachtung der historischen Ereignisse jedem auf, egal ob Wirtschaftsweisen oder Studenten im ersten Semester. Warum hat man aus den Krisen und deren Folgen nicht gelernt, um zukünftigen Krisen mit den entsprechenden Maßnahmen begegnen zu können? Besser noch, sie präventiv zu verhindern?

Vielmehr sah man jahrelang tatenlos zu und verschloss die Augen vor Problemen, welche sich auf der gesamten Welt schleichend aber sicher aufbauten. Während der letzten, teilweise noch andauernden Krise, endeten diese Probleme häufig in Diskussionen um systemrelevante Banken und systemische Risiken. Allein im Jahre 2008 mussten 52 amerikanische Finanzinstitute der Realität ins Auge blicken.

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Ken Fisher zeigt anhand von Beispielen und eigenen Erfahrungswerten, wie sich Super Stocks identifizieren lassen, welche Hauptmerkmale sie auszeichnen, welcher Preis für welche Aktie angemessen ist und wie man einem Phänomen ausweichen kann, das Fisher den „Glitch“ nennt.

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Kopf schlägt Kapital

Viele glauben zu wissen, wie es geht. Wenige tun es wirklich. Noch weniger sind damit erfolgreich. Etwas ist falsch an der Art, wie wir versuchen Unternehmen zu gründen.

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Psychologie im globalen Devisenhandel

Den Akteuren an den Finanzmärkten wird rationales Verhalten unterstellt: frei von psychologisch determiniertem Handeln wird dem ökonomischen Maximierungspostulat gefolgt. Phänomene wie Selbstüberschätzung, Entscheidungshemmung oder soziale Einflüsse können das Verhalten der Marktteilnehmer im Wirtschaftsbereich angeblich nicht tangieren.

Die Finanzmarktpsychologie zeigt jedoch, dass es sich dabei um eine abstrakte Vorstellung von bedenklicher Aktualität handelt: In der realistischen Abbildung der Finanzmärkte sind folgenschwere kognitive Fehlurteile an der Tagesordnung.

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Der große Gesundheitskonz

»Das revolutionäre Gesundheitskonzept des Franz Konz! Bestsellerautor und Gesundheitsreformer Franz Konz ist das beste Beispiel dafür, dass auch Schwerkranke durch UrMedizin genesen können. Er befreite sich selbst von Magenkrebs. Mithilfe pflanzlicher Rohkost, Bewegungstraining und positivem Denken. Und Tausende machten es ihm nach und genasen von scheinbar unheilbaren Leiden.« Bio-Magazin

Nachdem er 1965 dem Krankenhaus entfloh und selbst sein schweres Krebsleiden heilte, studierte Franz Konz über drei Jahrzehnte lang in den europäischen und amerikanischen Universitätsbibliotheken Schulmedizin und Naturheilkunde.

Er kam dabei zu dem Urteil, dass es sich bei der Krankheits-Schulmedizin um nichts anderes als ein im Laufe der Jahrhunderte geschickt aufgebautes Schwindelsystem handelt. Stück für Stück versammelt er dafür die Beweise in diesem Buch, wobei er es nicht belässt: Anstelle der Schulmedizin setzt er, aufbauend auf Hippokrates, auf die »Klassische Naturheilkunde«.

Eine Ganzheitstherapie, nach der sich jeder Kranke schnellstens von seinen Krankheiten befreien kann. Doch die UrMedizin vermag noch mehr: Sie ist auch in der Lage, alle Krankheiten zu verhüten und damit jedem bleibende Gesundheit zu garantieren, der sie früh genug aufnimmt.

Die Grüne Bibel für alle, die ohne Chemie gesund werden und gesund bleiben wollen. Das Lehrbuch der klassischen Naturheilkunde mit der sanften Ganzheitsbehandlung von Körper, Geist und Seele.

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Armeen Russlands und Deutschlands im 1. Weltkrieg

Der 1. Weltkrieg war im Prinzip der erste europäische „totale Krieg“, in dem nicht, wie im klassischen Sinne, reguläre Streitkräfte, sondern „bewaffnete Völker“ sich gegenüberstanden.

Das Verhalten der Militärs war deshalb ausschlaggebend beim Ausbruch der Revolutionen in beiden Ländern. Es bestimmte hauptsächlich den Verlauf der Revolutionen und ihren Ausgang mit, welcher in Deutschland und Russland denkbar unterschiedlich ausfiel.

Da im 1. Weltkrieg die Militarisierung auch klassische Zivilbereiche wie die Innenpolitik und die Wirtschaft einschloss, behandelt diese Analyse auch gesellschaftliche und politische Veränderungen beider Länder und ihren Einfluss auf die Streitkräfte. Dieser Einfluss hat im Laufe des 1. Weltkrieges zu den Revolutionen geführt.

>>> Mehr über die Streitkräfte des Zarenreiches und des Deutschen Reiches im 1. Weltkrieg erfahren … <<<


Persönlichkeit, Kontrolle und Stressbewältigung bei beruflich bedingtem Auslandsaufenthalt

Ein beruflich bedingter Auslandsaufenthalt ist eine faszinierende Möglichkeit, Neues zu entdecken, er kann aber auch als kritisches Lebensereignis mit hohem Stresspotential erlebt werden.

Warum sehen manche diese neue Aufgabe als Herausforderung und Chance zur Weiterentwicklung, während andere mit den daraus erwachsenden neuen Anforderungen, Belastungen und Schwierigkeiten kaum fertigwerden und dauerhafte psychische und physiologische Schädigungen erleiden?

Thailand stellt mit seinen vom Kollektivismus und Buddhismus geprägten kulturellen Normen und Werten für westlich geprägte, offensiv problemorientierte Personen eine große Herausforderung der Anpassungskapazitäten dar.

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Hochbeet Gärtnern Monat für Monat

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About the author

Bernd Heim

Dr. Bernd Heim ist seit 1985 als Investor und Trader an den Finanzmärkten aktiv. Einem breiten Publikum ist er bekannt aus diversen Börseninformationsdiensten und als Schöpfer des 'Jay Thompsen', einem fiktiven Investmentbanker aus der 'Winsider'-Reihe.

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