Negative Zinsen: Bis dass der Tod euch scheidet

Können Sie sich vorstellen für einen Zeitraum von 50 Jahren Geld anzulegen und dabei keinen Gewinn zu erzielen? Wahrscheinlich nicht. So dumm kann man doch gar nicht sein, werden Sie jetzt möglicherweise denken. Sicher, Fehler macht jeder und den Anleger, der bei jeder seiner Entscheidungen richtig liegt, den gibt es nicht. Aber auch blinde Hühner finden bekanntlich Körner und deshalb müsste es schon mit dem Teufel zugehen, wenn man in 50 Jahren mit seiner Anlage überhaupt keinen Gewinn erzielt.

Nun, diesen Teufel gibt es und das Detail, in dem er steckt, nennt sich Schweizer Staatsanleihe. Einige der von der Schweiz herausgegebenen Anleihen haben eine Laufzeit von 50 Jahren und wer diese Anfang Juli erwarb, durfte sich sicher sein über die gesamte Laufzeit einen Verlust zu machen, denn die Rendite war negativ.

Die Angst vor den wirtschaftlichen Folgen des Brexits und die Krise im italienischen Bankensektor, so hieß es, trieb die Anleger in den sicheren Hafen der Schweizer Staatsanleihen und damit in garantierte Verluste für einen Zeitraum von 50 Jahren.

Nein, das ist jetzt kein Witz aus der beliebten Fernsehshow ‚Kopfschütteln für Fortgeschrittene‘, sondern gelebte Realmarktsatire aus dem Jahr 2016. Bitte stellen Sie sich jetzt nicht die Frage, was sich die Akteure dabei gedacht haben mögen. Die Antworten könnten einfach nur peinlich oder ausgesprochen aufschlussreich sein.

Verluste für die Ewigkeit

Wenn Sie die Mitte Ihres Lebens erreicht oder überschritten haben, sind 50 Jahre nicht mehr die Zeiträume, in denen Sie rechnen, zumindest nicht, wenn es um Ihr eigenes Leben und die eigenen Finanzen geht. Wer heute 40 ist, kann im zarten Alter von 90 Jahren darauf hoffen, im Altersheim mit den langlaufenden Staatsanleihen der Schweiz und den wenigen Überlebenden aus alten Zeiten die große Sause zu feiern.

Die heute 50-jährigen haben Anlass zur Sorge, diese Feier selbst erst gar nicht mehr zu erleben und die 60-jährigen können sich sogar sicher sein, dass sie den Tag der Auszahlung nicht mehr erleben werden – medizinischer Fortschritt und längere Lebenserwartung hin oder her.

Wer kauft also jene Anleihen, von denen die meisten von uns sicher sein können, dass wir nichts mehr von ihnen haben werden. Sind es die jungen Erwachsenen, die das wenige Geld, das nach Führerscheinprüfung und erstem Autokauf noch vorhanden ist, für die Benzinkäufe im Alter zurücklegen? Wohl eher nicht. Selbst wenn sie es täten, kämen sie wohl kauf auf jene Volumina, mit denen an den internationalen Anleihemärkten sogar die Anleihen der kleinen Schweiz gehandelt werden.

Es sind professionelle Manager, die für diese Käufe verantwortlich sind. Ihre Aufgabe ist es, das Geld der Kunden zu mehren. Das verspricht zumindest die Werbung. Davon, dass man mit dem Geld der Kunden dauerhaft Verluste erwirtschaften will, ist in den Hochglanzprospekten meist nicht die Rede.

Lobbyisten der staatlich geförderten Enteignung

Bezahlt werden die Manager in der Regel nicht schlecht. Nur fragt man sich, wofür eigentlich. Wenn das Ergebnis nach 50 Jahren Schweiß und Mühe doch nur Verluste sind, dann kann man als Kunde die Aktion auch gleich selbst in die Hand nehmen und das Geld im Schlafzimmer unter der Matratze stapeln.

Die hoch bezahlten Manager können die Kapitalmärkte nur begrenzt beeinflussen. Sie haben nicht die Macht, die Zinsen zu verändern, die ihnen die Notenbanken mit ihrer Politik des leichten Geldes vorgeben. An dieser Stelle sollte man fair sein und nichts Unmögliches erwarten.

Das Gebot der Fairness gilt allerdings für beide Seiten, also auch jene der Manager. Warum sind sie nicht so ehrlich und geben den Kunden das Geld zurück, wenn die Kapitalmärkte sich so entwickeln, dass man dauerhaft an ihnen nichts mehr verdienen kann?

Wird das Geld zurückgegeben, kann zumindest der Kunde selbst entscheiden, was er mit ihm machen will. Er kann es dann immer noch in negativ verzinste Staatsanleihen der Schweiz mit einer Laufzeit von 50 Jahren stecken, wenn er meint, dass dies das Beste für ihn ist. Er kann sich auf den Schreck auch einfach nur ein Glas in seiner Stammkneipe genehmigen. Die Verluste dürften in beiden Fällen etwa gleich hoch ausfallen.

Diese Möglichkeit wird dem Kunden aber nicht gegeben. Stattdessen hält man künstlich ein System aufrecht, das sich selbst längst überlebt hat. Man erweckt den Anschein, als ließe man das Geld für den Kunden arbeiten. Dabei tut man nichts anderes als sich zum Handlanger des Staates und der Notenbanken zu machen, die sich nichts „Ehrenwerteres“ auf ihre Fahnen geschrieben haben als den Bürger über seine Ersparnisse möglichst geräuschlos zur Kasse zu bitten.

Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Handelstag und grüße Sie herzlich

Ihr

Bernd Heim


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Unterstützt von mächtigen und verschwiegenen Organisationen wie der Weltbank, dem IWF, der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich und den Zentralbanken plündern die Regierungen die privaten Vermögen und kündigen den wirklich Bedürftigen die Solidarität auf.

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Auch die sicheren Häfen sind in Gefahr

Auch nach der Finanz- und Immobilienkrise scheint es kaum mehr sichere Häfen für das gesparte Geld zu geben. Viele Deutsche nehmen Zuflucht in Wohnimmobilien, Lebensversicherungen und Bankguthaben. Doch die demografische Entwicklung stellt genau diese Anlagen als sichere Häfen infrage. Es sei denn, Sie verstehen und berücksichtigen den Zusammenhang zwischen Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung.

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Alles kein Zufall

Alle wollen immer glücklich sein. Aber was ist eigentlich Glück? Und wer war schon dauerhaft glücklich? Was ist dieses Leben, diese Reihe von unterschiedlichen Momenten, die manchmal wirken, als hätte irgendein Gott gewürfelt? Elke Heidenreich erzählt von sich, von Liebe und Streit, von Begegnungen und Trennungen, von Tieren, Büchern und damit von uns allen. Sie zeigt in kurzen Geschichten, traurigen und komischen Szenen all die Situationen, in denen jeder sich wiedererkennt – und die dann zusammenwachsen zu einem einzigen Roman jedes unwiederholbaren Lebens. Denn wenn man nur genau genug hinschaut, ist so ein Menschenleben mit all seinen Glücks- und Unglücksfällen alles andere als ein Zufall.

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Die Souveränität Deutschlands

Deutschland sei »seit dem 8. Mai 1945 zu keinem Zeitpunkt mehr voll souverän gewesen«, bekundete Wolfgang Schäuble, Bundesminister der Finanzen, vor den versammelten Bankern des Europäischen Bankenkongresses am 18. November 2011. Das war geradezu eine Verbeugung des Staates vor dem neuen Souverän des entgrenzten Kapitalismus. In »Europa« sei die Souveränität ohnehin »längst ad absurdum« geführt.

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Europa, unsere neue Heimat

Werner Pohl beschreibt die dramatischen Veränderungen in unserer Gesellschaft seit der Gründung der Europäischen Union. Alles wird permanent teurer! Die üblichen Gehaltserhöhungen und Rentenanpassungen reichen kaum noch, um die Inflation auszugleichen, und erst recht nicht für mehr Kaufkraft. Der Staat spart uns zu Tode. Andererseits werden utopische Summen für einen Rettungsschirm ausgegeben, der keiner ist. Vor diesem Hintergrund stellen sich immer mehr Fragen: Wer zahlt eigentlich die Milliarden für den Rettungsschirm? War er überhaupt notwendig? Wer steckt hinter dieser Politik? Wohin führt uns dieser von den Mächtigen vorgegebene Weg? Wer regiert die EU wirklich? Wird die Welt in Europa künftig schlechter oder besser? Wenn diese Fragen auch Sie mehr und mehr beschäftigen, dann lesen Sie dieses Buch. Es kann Ihr Leben verändern!

>>> Hintergrundwissen zur Krise der EU und Antworten auf brennende Fragen … <<<


Die geheime Macht der Ratingagenturen

Die Urteile der Ratingagenturen gleichen zuweilen dem kaiserlichen ‚Daumen runter‘, nur wiegen sie ungleich schwerer: Sie besiegeln das Schicksal ganzer Volkswirtschaften. Überfallartig, willkürlich, fatal so erscheinen die Urteile der drei großen amerikanischen Oligopolisten Standard & Poors, Moodys und Fitch. Gerade diese drei Ratinggiganten aber haben die Finanzkrise entscheidend mitverursacht. Dafür sind sie bis heute nicht zur Verantwortung gezogen worden.

>>> Die Spielmacher des Weltfinanzsystems … <<<


Die Erfolgsgeheimnisse der Börsenmillionäre

Sie hatten so fantastische Spitznamen wie „Der König der Spekulanten“, „Der Einstein der Börse“ oder „Der 1-Millionen-Prozent-Mann“ und ebenso fantastisch waren die Summen, die sich auf ihrem Bankkonto stapelten. Die Geschichte der Wall Street ist voll von kruden Persönlichkeiten, eiskalten Geschäftsmännern und Tellerwäschern, die zu Milliardären wurden.

Vielen gelang ein fast unglaublicher Aufstieg, der gelegentlich nur noch durch ihren tiefen Fall überstrahlt wurde. Bis heute ist die Wall Street das wohl größte Sammelbecken einzigartiger Charaktere, die mitunter eine ganze Generation geprägt haben. Der „nette Onkel“ Warren Buffett, Silicon-Valley Unternehmer Elon Musk, Hedgefonds-Manager Steve Cohen, sie alle sind an der Börse oder durch die Börse reich geworden.

>>> Vom Einstein der Börse bis zum König der Spekulanten … <<<


Generation Beziehungsunfähig

Michael Nast steht schon jetzt für ein Lebensgefühl. Der gebürtige Berliner berührt und bewegt mit seinen Kolumnen im Internet bereits Millionen von Lesern. Seine Texte werden geteilt und geliked, seine Lesungen sind regelmäßig ausverkauft. In seinem neuen Buch „Generation Beziehungsunfähig“ bringt Nast die Dinge auf den Punkt und beschreibt unvergleichlich charmant die Stimmung seiner Generation: Weshalb wir uns gegenseitig als beziehungsunfähig bezeichnen, wie tinder unsere Partnersuche verändert und warum wir uns immer wieder selbst in den Mittelpunkt stellen, ohne Rücksicht auf Verluste. „Generation Beziehungsunfähig“ hält uns einen Spiegel vor. Ganz ohne Bewertung ermutigt das Buch uns chronische Selbstoptimierer und Perfektionisten dazu, unseren eigenen Lebensentwurf zu hinterfragen. Ein augenöffnendes wie anregendes Buch, das sich liest wie ein Gespräch mit dem besten Freund.

>>> Auf dem Weg zu einem neuen Lebensgefühl … <<<


Charlie Munger. Ich habe dem nichts mehr hinzuzufügen

Charlie Munger ist visionärer Vizepräsident von Berkshire Hathaway, einem der 20 größten Unternehmen der USA. Doch noch mehr ist er Warren Buffetts unersetzlicher Geschäftspartner, der über Jahrzehnte besser abgeschnitten hat als der Markt.

Munger ist davon überzeugt, dass Sie als Investor dasselbe schaffen können. Seine Lebenserfahrung – ein Bündel interdisziplinärer Denkmodelle aus Wirtschaft, Psychologie und Philosophie – ermöglicht es ihm, Emotionen und Investitionen strikt zu trennen und so die üblichen Fallstricke beim Investieren zu meiden. Das können auch Sie.

Tren Griffins Buch präsentiert erstmals Mungers Investmentstrategien, von denen Generationen erfolgreicher Investoren profitiert haben. Doch geht es Munger und Griffin nicht ausschließlich um Investmentstrategien, sondern auch darum, genau die Denkstrukturen zu vermitteln, aus denen Sie als Leser sowohl für Ihre Investitionen als auch Ihr Leben praktischen Nutzen ziehen können.

>>> Charlie Mungers einzigartige Investmentstrategien auf Deutsch … <<<


Die 111 wichtigsten Fragen der Vermögensanlage

Börsenneulinge benötigen ebenso wie erfahrene Geldanlageprofis gezielte Antworten auf ihre persönlichen Fragen. Diese beginnen beim Basiswissen über das Geld und die Vermögensanlagen, betreffen die Marktzusammenhänge und widmen sich selbstverständlich auch der laufenden Betreuung des eigenen Vermögens.

>>> Alle Antworten zu Geld, Börse, Versicherungen und Rente … <<<


Der große Index-Guide

Schweizer Ausgabe von „Der große Index-Guide“

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Panikherz

Benjamin von Stuckrad-Barre erzählt eine Geschichte, wie man sie sich nicht ausdenken kann: Er wollte den Rockstar-Taumel und das Rockstar-Leben, bekam beides und folgerichtig auch den Rockstar-Absturz. Früher Ruhm, Realitätsverlust, Drogenabhängigkeit. Und nun eine Selbstfindung am dafür unwahrscheinlichsten Ort – im mythenumrankten „Chateau Marmont“ in Hollywood.

>>> Eine Reise in die Nacht … <<<

About the author

Bernd Heim

Dr. Bernd Heim ist seit 1985 als Investor und Trader an den Finanzmärkten aktiv. Einem breiten Publikum ist er bekannt aus diversen Börseninformationsdiensten und als Schöpfer des 'Jay Thompsen', einem fiktiven Investmentbanker aus der 'Winsider'-Reihe.

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