Das Ölangebot wird tendenziell hoch bleiben

Das Öl ist zwar ein politischer Rohstoff, sein Preis wird aber weiterhin maßgeblich durch das Spiel von Angebot und Nachfrage bestimmt. Die politische Komponente wird durch die OPEC in die Preisfindung eingeführt. Das Kartell erweitert oder begrenzt das Angebot auf seinen Zusammenkünften und steuert dadurch mittelfristig den Preis. Kurzfristig können politische Krisen als weitere Preistreiber hinzukommen.

Im laufenden Jahr hat der Ölpreis stark geschwankt, obwohl sich an der Angebotslage nicht allzu viel verändert hat. Es gab zwar Veränderungen, etwa dadurch, dass der Iran nach dem Ende der westlichen Sanktionen wieder in den Kreis der Produzenten zurückgekehrt ist, doch sie fallen insgesamt betrachtet zu klein aus, um die starken Schwankungen, die wir im Jahresverlauf gesehen haben, wirklich zu begründen.

Sehr stark überlagert wurde die Preisfindung in den letzten zwölf Monaten von einer psychologischen Komponente. Ängste und Hoffnungen haben die Börse zwar schon immer bewegt, doch selten so stark und so auffällig wie in diesem Jahr beim Öl. Zunächst überwogen die Ängste, dann keimte im Frühjahr Hoffnung auf eine Einigung auf und die Preise zogen an.

Es folgte im Sommer eine deutliche Ernüchterung, die den Ölpreis bis Anfang August von seinem Jahreshoch wieder um 20 Prozent zurückfallen ließ. Sie wurde schnell wieder von einer neuen Euphorie abgelöst, der umgehend eine neue Korrektur folgte. Das Spiel scheint sich endlos fortsetzen zu wollen.

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Ein wenig erinnern die öffentlichen Verlautbarungen der OPEC in diesem Jahr an jene der amerikanischen Notenbank. Letztere wird nicht müde zu betonen, dass die Zinsen angehoben werden sollen. Passiert ist in den ersten acht Monaten des Jahres jedoch faktisch nichts. Bei der OPEC ist es ähnlich. Sie erweckt beständig den Eindruck einer möglichen Einigung über eine Begrenzung der Fördermengen. Geschehen ist aber auch hier praktisch nichts.

Geredet wird viel, nachprüfbare Fakten folgen den Konferenzen jedoch nicht. Trotzdem veränderte sich die Angebotslage auf dem Ölmarkt in 2016 an vielen Stellen deutlich. Es ist nicht allein der Iran, der als neuer Anbieter zurückkehrt. Mindestens ebenso bedeutsam ist die verringerte Produktion in Venezuela. Das Land verfügt nach Saudi-Arabien über die zweitgrößten Ölreserven und ist damit gewiss kein kleiner Fisch.

Der Unterschied zu Saudi-Arabien könnte aber derzeit kaum größer sein. Während die Saudis über genügend große Dollarreserveren verfügen, um eine längere Durststrecke beim Ölpreis problemlos überstehen zu können, sind Venezuelas Währungsreserven inzwischen aufgebraucht. Das Land lebt von der Hand in den Mund und kann seine Rechnungen kaum noch bezahlen.

Damit Venezuelas Öl überhaupt sprudeln kann, sind zunächst Öldienstleister wie Schlumberger und Halliburton gefragt. Die amerikanischen Dienstleister wurden von Venezuela jedoch nicht oder nur schleppend bezahlt. Sie sitzen heute auf offenen Rechnungen in Höhe von rund zwei Milliarden US Dollar und haben sich, was Projekte in Venezuela betrifft, eine entsprechend große Zurückhaltung auferlegt.

Der Iran füllt die Lücke, die Venezuela gerissen hat

Venezuelas tägliche Ölproduktion ist von knapp drei Millionen Barrel im Jahr 2014 bis zum Juli 2016 auf bescheidene 2,15 Millionen Barrel gesunken. Ein weiteres Absinken der Fördermenge ist in den kommenden Monaten durchaus zu erwarten, denn das Land benötigt deutlich höhere Ölpreise als die aktuellen, um wieder schwarze Zahlen zu schreiben.

Den Schwierigkeiten Venezuelas ist es somit zu verdanken, dass die Rückkehr des Irans in den Kreis der Anbieter keine größeren Auswirkungen auf die Angebotsmenge hatte. Dieser Effekt ist allerdings endlich, denn jeder Erdölproduzent benötigt deutlich höhere Einnahmen als sie im Moment zu erzielen sind. Das gilt im Prinzip auch für Saudi-Arabien. Nur ist hier die Situation noch so komfortabel, dass es zu keinen kurzfristigen Auswirkungen kommt.

Ein deutlich steigender Ölpreis hätte aber jene Konsequenzen, ebenso ein stark fallender. Fallen die Preise sehr stark zurück, vergrößern sich nicht nur Venezuelas Probleme. Auch die amerikanische Schieferölindustrie und die kanadische Ölproduktion aus Ölsanden wären sofort mit massiven Schwierigkeiten konfrontiert. Russland und der Iran benötigen ebenfalls deutlich höhere Preise.

Noch kann und will es sich keiner leisten, aus dem Kreis der Anbieter auszuscheiden und Marktanteile zu verlieren. Das Beispiel Venezuelas zeigt aber, dass gerade bei einem sehr stark rückläufigen Ölpreis aus einem ‚Nicht-Wollen‘ sehr schnell ein Zwang werden kann.

Steigende Ölpreise würden das Angebot explodieren lassen

Anders wäre die Lage, wenn sich der Ölpreis weiter erholt und zum Beispiel in die von vielen Charttechnikern als Ziel ausgegebene Zone von 70 US Dollar je Barrel vorstößt. In diesem Fall würde nicht nur Venezuela wieder so viel Geld verdienen, dass man die offenen Rechnungen von Schlumberger und Halliburton endlich bezahlen kann. Auch die eigene Produktion würde anschließend schnell wieder anziehen, denn dann käme es darauf an, möglichst schnell wieder möglichst viel Geld in die eigenen Kassen zu spülen.

Das geht nur mit kurzfristig massiv ausgeweiteten Ölverkäufen. Länder wie Russland, Libyen, Nigeria oder der Iran, aber auch die Fracking-Branche in den USA und die Ölsandproduzenten in Kanada würden es ähnlich halten, sodass zu erwarten ist, dass die Fördermenge schon in kürzester Zeit explodiert.

Eine solche Angebotsschwemme würde auch auf den Preis nicht ohne Folgen sein. Er müsste bei gleichbleibender Nachfrage wie ein Kartenhaus schnell wieder in sich zusammenfallen. Retten würde die Erdölproduzenten nur ein Wirtschaftsboom, der mit einer deutlich steigenden Ölnachfrage einhergeht. Er ist momentan allerdings eher nicht in Sicht.

Fundamental betrachtet ist das Aufwärtspotential beim Öl deshalb bis auf Weiteres begrenzt. Das heißt im Gegenzug nicht, dass der Ölpreis nun wie ein Stein fallen muss. Es bedeutet aber, dass jeder Dollar, den das schwarze Gold mehr kostet, ein Dollar ist, der auch weiterhin auf tönernen Füßen steht.

Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Handelstag und grüße Sie herzlich

Ihr

Bernd Heim


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Deutschlands Krieg in der Luft – ein Rückblick auf die Entwicklung und die Leistungen der Heeres-Luftstreitkräfte im 1. Weltkrieg von Ernst von Hoeppner. Nachdruck der Originalauflage von 1921.

Der am 14. Januar 1860 in Tonnin auf der Insel Wollin geborene Ernst Wilhelm Arnold von Hoeppner war preußischer Offizier und General der Kavallerie, sowie von 1916 bis 1918 als Kommandierender General Befehlshaber der deutschen Luftstreitkräfte im Ersten Weltkrieg.

Am 15. November 1916 wurde er von Kaiser Wilhelm II. mit der Wahrnehmung der neugeschaffenen Stelle des „Kommandierenden Generals der Luftstreitkräfte“ betraut und kehrte ins Große Hauptquartier zurück.

Seine dortigen Verdienste um die Entwicklungen der Luftstreitkräfte wurden am 8. April 1917 mit der Verleihung des Ordens Pour le Mérite gewürdigt. Kurz vor seinem Tod am 26. September 1922 erschien die Originalausgabe seines Rückblicks auf die Leistungen der der deutschen Luftstreitkräfte im Ersten Weltkrieg.

>>> Zum Nachdruck der Originalauflage von 1921 … <<<


Terrorismus und Wirtschaft

Spätestens seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA zählt der internationale Terrorismus zu den beherrschenden Themen in den Medien und dominiert seither die internationale Politik. Die öffentliche Darstellung und Wahrnehmung von Terrorismus konzentriert sich naturgemäß auf die Anschläge, die Opfer und die Trauer der betroffenen Angehörigen.

Durch die Internationalisierung des Terrorismus auf der einen Seite und die Globalisierung der Weltwirtschaft auf der anderen Seite ergeben sich jedoch auch ökonomische Fragestellungen, die zunehmend Aufmerksamkeit finden: Welche direkten und indirekten Folgen hat die terroristische Bedrohung für die Wirtschaft? Von welchen Faktoren hängt die ökonomische Wirkung eines Terroranschlages ab? Und können das Krisenmanagement bzw. die populären Anti-Terrormaßnahmen die negativen Auswirkungen zielführend bekämpfen?

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Der ultimative Trading-Guide

Nahezu jeder aktive Anleger und Trader sehnt sich nach einem Tradingsystem – nach bestimmten Regeln, auf Grund derer er kauft und verkauft.

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Die 29 Irrtümer rund ums Geld

Weltweit gibt es kaum etwas, womit wir so häufig umgehen wie mit Geld und worüber wir trotzdem so wenig wissen. Auch heute werden wir in Sachen Geld immer noch als Analphabeten aus der Schule ins Leben entlassen. Und auch in der Lebenswirklichkeit ist das Thema Geld mit vielen blinden Flecken behaftet, selbst in der Wirtschaftswissenschaft.

Bestimmte Fehlstrukturen innerhalb unseres Geldsystems werden nicht erörtert, auch nicht ihre Auswirkungen auf den sozialen oder ökologischen Bereich. Selbst Problemfelder wie Arbeitslosigkeit, leere Kassen oder Wachstumszwang werden immer noch nicht mit den monetären Fehlstrukturen in Verbindung gebracht.

Dazu existieren einfach immer noch zu viele Irrtümer. So glaubt man zum Beispiel bis heute, dass Zinsen für alle Sparer von Vorteil und Zinszahlungen nur für Kreditnehmer Belastungen sind. Auch die Geldschöpfung der Banken geistert noch immer durch die Köpfe, oder die Auffassung, dass Wirtschaftswachstum und Globalisierung unverzichtbar sind, dass Geld ein neutrales Tauschmittel ist und ohne Wirkungen auf die Tauschvorgänge.

Dieses Buch klärt in verständlicher Sprache über die wichtigsten irrtümlichen Vorstellungen auf, über die Vorgänge um und mit unserem Geld.

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Deutschland in der Globalisierung

Die Globalisierung verändert Deutschland:internationale Finanzkrisen, Klimawandel, Welthandel, internationaler Terrorismus, Konflikte um Rohstoffe, der wirtschaftliche Aufstieg von China und Indien oder der weltweite Wettbewerb in dem Unternehmen und Arbeitnehmer stehen: vieles, was die Menschen in Deutschland heute bewegt, wirkt von außen auf sie ein.

Die internationale Finanzmarktkrise im Herbst 2008 hat deutlich gemacht, dass Deutschland kein nationales Biotop, sondern global vernetzt und auf’s Engste mit der Welt verflochten ist. Nationale Regelungen greifen zu kurz.

Effektive Lösungen für die globalen Herausforderungen müssen deshalb auf internationaler Ebene gefunden werden. Nur durch gemeinsames Handeln innerhalb eines institutionellen Rahmens können diese Herausforderungen bewältigt werden.

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Mehr Selbstdisziplin

Mehr Erfolg und Lebensqualität durch Selbstdisziplin das ist die Devise, denn Selbstdisziplin ist der Schlüssel zu mehr persönlicher Freiheit und Selbstentwicklung in Beruf und Privatleben. Sie hilft Ihnen, das umzusetzen, was Sie sich vorgenommen haben.

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About the author

Bernd Heim

Dr. Bernd Heim ist seit 1985 als Investor und Trader an den Finanzmärkten aktiv. Einem breiten Publikum ist er bekannt aus diversen Börseninformationsdiensten und als Schöpfer des 'Jay Thompsen', einem fiktiven Investmentbanker aus der 'Winsider'-Reihe.

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