Trommeln gegen das Bargeld und gegen die Vernunft

Bernd Heim
By Bernd Heim / 16. Dezember 2016

Kenneth Rogoff trommelt in seinem neuen Buch mal wieder gegen das Bargeld. Dieser Schritt kommt nicht unerwartet, denn der Harvard-Professor und ehemalige Chefökonom des IWF hat sich in den letzten Jahren als scharfer Gegner des Bargeldes hervorgetan.

In seinem neuen Buch erläutert Rogoff nicht nur die Gründe für seine scharfe Anti-Bargeld-Position, sondern gibt uns auch einen Einblick, wie er sich die technischen Möglichkeiten vorstellt, die die von ihm präferierte bargeldlose Welt verwirklichen sollen.

Für alle Freunde des Bargelds, für die Gegner des Überwachungsstaats und alle für freiheitsliebenden Menschen sind Rogoffs Gedanken die reinste Horrorvorstellung. Gegen sie verblassen selbst George Orwells düstere Ahnungen aus seinem Buch Neunzehnhundertvierundachtzig.

Es ist nicht nur das Schreckgespenst des großen Bruders, der alles beobachtet, das dem Leser die Nackenhaare zu Berge stehen lässt. Viel bedrückender sind die beiden Grundthesen, auf die Rogoff seine vernichtende Kritik am Bargeld stützt.

Wir sind alle nur kleinere oder größere Verbrecher

Das Bargeld, so der Harvard-Professor, diene in erster Linie nicht dem Bezahlen von Rechnungen und Produktkäufen, sondern der organisierten Kriminalität und der Steuerhinterziehung. Diese Annahme gilt insbesondere für die großen Banknoten, was wiederum impliziert, dass diese als Erste aus dem Verkehr gezogen werden müssen.

Nicht genug damit, dass Sie gewollt oder ungewollt der organisierten Kriminalität und der Steuerhinterziehung in die Karten spielen, wenn Sie mit größeren Banknoten bezahlen. Sie verweigern sich auch der Möglichkeit einer kalten Enteignung durch die Notenbanken.

Die Möglichkeit, Geld bar vom Konto abzuheben, hindert die Notenbanken daran, den Leitzins weiter zu senken und ihn tiefer unter die Nulllinie fallen zu lassen. Das limitiere die geldpolitischen Optionen der Zentralbanken in einer nicht hinnehmbaren Weise.

In der Frage persönliches Schutzbedürfnis contra staatliche Macht steht Kenneth Rogoff eindeutig auf der Seite der Staatsmacht. Der Staat muss über die von ihm beherrschten Notenbanken zu jeder Zeit den absoluten Zugriff auf die Geldmenge und den Zins haben. Der absolute Zugriff beinhaltet dabei auch, dass man die Zinsen so tief fallen lassen kann wie nötig und diese Freiheit schränkt das Bargeld in einer nicht tolerierbaren Weise ein.

Das Ende der freien Marktwirtschaft

Mit einer freien oder sozialen Marktwirtschaft hat Rogoff nicht mehr viel im Sinn. Er ist wie fast alle Aktivisten des Bargeldverbots ein glühender Befürworter einer gelenkten Kommandowirtschaft. Damit wirft er eine der Grundfragen unserer wirtschaftlichen Beziehungen auf und wertet das individuelle unternehmerische Handeln als geringer und weniger wertvoll im Vergleich zur staatlichen Leitungskompetenz.

Die privaten Interessen werden sehr weit hinten angestellt. Im Vordergrund seiner Überlegungen steht eine am besten zentralistisch organisierte staatliche Bürokratie. Sie muss mit allen nur möglichen Mitteln zur globalen und nationalen Steuerung sämtlicher Wirtschaftsabläufe ausgestattet sein. Ein wesentlicher und damit unverzichtbarer Aspekt ist dabei die vollständige Kontrolle über das Geldwesen.

Dem Geld, insbesondere dem Bargeld, wird eine dunkle Seite angedichtet, weil es als Mittel zur Verwirklichung krimineller Machenschaften gesehen und von Rogoff ins Zentrum seiner Überlegungen gerückt wird. Diese doch recht einseitige Sichtweise hat ihre Schwächen und lenkt letztlich geschickt vom eigentlichen Thema ab.

Es ist richtig, dass das Geld in erster Linie ein Gestaltungsmittel ist. Man kann mit ihm Blumen pflanzen oder Bomben bauen lassen. Doch diese Frage entscheidet doch nicht das Geld selbst, sondern allein sein Besitzer. Folglich hat nicht das Geld an sich eine dunkel oder helle Seite, sondern diejenigen, die es einsetzen.

Falscher Ansatz und Vernebelung der eigentlichen Ziele

Es ist schwer vorstellbar, dass diese „dunkle Seite“ verschwinden soll, wenn das Mittel zum Zweck, also das Geld verschwindet. Viel besser wäre es, den Hebel gleich an der richtigen Stelle anzusetzen und sich der dunklen Seite in der Psychologie des Geldbesitzers zu widmen. Hier liegt der Schlüssel zu einer besseren Welt, nicht in der Frage, ob bar oder elektronisch bezahlt wird.

Es geht also auch Rogoff wie vielen anderen Befürwortern einer Bargeldabschaffung letztlich nicht um die Frage, wie wir unsere Einkäufe bezahlen, sondern um die Fülle der staatlichen Macht. Sie soll möglichst groß und uneingeschränkt sein. Auf diesem Feld wird die eigentliche Schlacht geschlagen. Unsere Bezahlvorgänge sind nur ein Mittel zum Zweck um die staatliche Macht noch umfassender zu machen.

Kenneth Rogoff zitiert nicht ohne Grund Dostojewskis Ausspruch, dass Geld geprägte Freiheit ist. Ein Teil dieser Freiheit ist in der Bargelddiskussion in großer Gefahr. Er droht zu verschwinden, denn in einer vollkommen bargeldlosen Welt wird der Mensch früher oder später zu einem rechtlosen Sklaven im Dienste der Regierung.

Diese Regierungssklaven haben zu tun, was man ihnen befiehlt, und wenn einer nicht mitzieht, sperrt man ihm mittels Geldentzug vom gesellschaftlichen Leben aus. Man isoliert ihn und macht ihn faktisch handlungsunfähig. Ist das wirklich die Welt, in der wir zukünftig leben wollen?

Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Handelstag und grüße Sie herzlich

Ihr

Bernd Heim


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Natürlich konservieren

Biogärtnerinnen und Biogärtner verraten hier ihre 250 besten Rezepte, um Obst und Gemüse haltbar zu machen. Dabei wird großer Wert darauf gelegt, die Gartenprodukte so naturbelassen wie möglich zu konservieren, um ein Maximum an Vitaminen und Nährstoffen, aber auch an Geschmack zu erhalten.

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Silber – Das dritte Buch der Träume

Es ist März, in London steht der Frühling vor der Tür – und Liv Silber vor drei Problemen. Erstens: Sie hat Henry angelogen. Zweitens: Die Sache mit den Träumen wird immer gefährlicher. Und Drittens: Livs Mutter Ann und Graysons Vater Ernest wollen im Juni heiraten.

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Erfolg beginnt im Kopf

Wer nicht an Erfolg glaubt, wird keinen Erfolg haben! Denn Erfolg entsteht nicht zufällig, sondern beginnt immer im Kopf! Dabei ist die innere Einstellung wichtiger als das naturgegebene Talent. Wer wüsste das besser als Denis Waitley, der Olympiateilnehmer, Football-Spieler, NASA-Astronauten, Unternehmenslenker und Kampfpiloten coacht und zu wahren Spitzenleistungen führt.

Er weiß, welche Geisteshaltung wahre Sieger brauchen, weil er viel Zeit mit ihnen verbringt. Es ist eine Tatsache: Sie können sich dieselbe Geisteshaltung wie ein Sieger aneignen, damit Sie Ihre Ziele erreichen, Hindernisse überwinden und ein erfolgreiches Leben nach Ihren Vorstellungen führen können. Denn im Leben gewinnen nur diejenigen, die an sich glauben und die sich stets mit Leidenschaft für Ihre Ziele einsetzen.

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Hermann Zickert – Der deutsche Börsenpionier

Den Hauptdarsteller dieses Buches gilt es wieder neu zu entdecken: Hermann Zickert, wurde 1885 in Eisleben geboren. Nach dem Studium und einigen Jahren beruflicher Tätigkeit in Berlin emigrierte er im Jahr 1931 nach Liechtenstein. Dort lebte und arbeitete er bis zu seinem Tod im Jahr 1954.

Im Mittelpunkt dieser Publikation stehen Hermann Zickerts Pioniertaten im Bereich der Finanzanalyse. Schon 1923 gründete er den ersten deutschen Investmentverein, 1926 entwickelte er ein eigenes Aktienanalysemodell und 1934 gab er den wahrscheinlich ersten Börsenführer in Deutschland heraus.

Einen Namen in Fachkreisen machte er sich zudem mit zahlreichen Publikationen über die Kunst der Geldanlage. Trotz seiner wichtigen Pioniertaten geriet Hermann Zickert zunehmend in Vergessenheit. Zu Unrecht.

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Die Welt steht am Beginn eines epochalen Wandels – dem Übergang zur postfossilen Gesellschaft. Dieser ist bereits im Gang. Was bedeutet dies für Investoren, die sich auch in Zukunft im Energiesektor engagieren wollen?

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Die Mandelmanns sind Selbstversorger in Vollzeit. Auf ihren Tisch kommt nahezu nichts, was nicht von ihnen produziert worden ist. Fleisch, Gemüse, Obst, Honig, sogar der Tisch. Die Familie stellt alles auf ihrem eigenen Hof in Südschweden her. Damit haben sie etwas geschafft, wovon die meisten Menschen nur träumen: sie leben selbstbestimmt und selbstverantwortlich.

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Die Familie und ihr Unternehmen in Österreich: Strategie, Kontrolle, Nachfolge, Vermögenssicherung

Österreich verfügt nicht nur politisch und kulturell über eine lange Tradition, sondern auch mit Blick auf seine Industrie, seine Unternehmen und seine Marken. Mit Beginn der Industrialisierung Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden in der Donaumonarchie verschiedene Unternehmen, die nach wie vor eine wichtige Rolle spielen.

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Welche Fertigkeiten notwendig sind, um auch abseits der unmittelbaren unternehmerischen Inhalte Wettbewerbsfähigkeit und Nachfolge sichern, beschreibt das Buch mit praktischen Beispielen.

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Persönlichkeit im Wirtschaftskontext

Die Erfassung von Persönlichkeitseigenschaften im berufsbezogenen Kontext erfolgt zumeist im Rahmen der beruflichen Eignungsdiagnostik, z.B. in der Personalauswahl und -entwicklung.

Das Buch richtet sich an Personalmanager, Personalentwickler, Praktiker sowie Unternehmen und Laien, die an einem fundierten persönlichkeitsdiagnostischen Ansatz interessiert sind.

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About the author

Bernd Heim

Dr. Bernd Heim ist seit 1985 als Investor und Trader an den Finanzmärkten aktiv. Einem breiten Publikum ist er bekannt aus diversen Börseninformationsdiensten und als Schöpfer des 'Jay Thompsen', einem fiktiven Investmentbanker aus der 'Winsider'-Reihe.

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