Gehören Sie in Zukunft zu den Königen oder Bettlern?

Der Wert unseres Geldes beruht allein auf der Hoffnung, dass die Kredite, die diesem Geld gegenüberstehen, eines Tages bezahlt werden und nicht ausfallen. Mit einer zunehmenden Verschuldung wird diese Hoffnung immer fragwürdiger, denn steigt die Zahl der Schuldner und die absolute Höhe ihrer Schulden, wächst auch die Gefahr eines Ausfalls dieser Forderungen.

Vor zehn Jahren auf dem Höhepunkt der Finanzkrise war die Gefahr eines Ausfalls von Verbindlichkeiten den Anlegern sehr präsent. Entsprechend drastisch fielen auch ihre Reaktionen aus. Unsichere Schulden wurden verkauft und die Besitzer dieser Anleihen erlitten hohe Verluste.      

Heute ist die Gefahr den Anlegern weit weniger bewusst als noch vor zehn Jahren. Weniger real ist die Bedrohung durch diese fehlende Wahrnehmung jedoch nicht. Deshalb führt gerade für vorausschauende Anleger kein Weg daran vorbei, sich immer wieder kritisch mit der Schuldenproblematik auseinanderzusetzen. Wer dies tut, kommt an den Edelmetallen Gold und Silber nicht vorbei.

Seitdem die internationalen Währungen in den frühen 1970er Jahren von ihrer Bindung an das Gold befreit wurden, wird mit viel Geld aus dem Nichts all das bezahlt, was man glaubt, sich leisten zu müssen, Kriege, teure Wahlversprechen, eigentlich schon tote Zombi-Unternehmen aber auch Sozialleistungen und Konsumwünsche.

Die Weichen für eine goldene oder bescheidene Zukunft werden heute gestellt

Die Liste ist lang und sie wird länger mit jedem Wunsch, den man meint, mit dem kostenlos geschaffenen Fiat-Money erfüllen zu müssen und auch zu können. Der nächste und möglicherweise auch finale Schritt in diese Richtung wird gemacht, wenn die Modern-Money-Theory auch bei uns in Europa Einzug in das politische Denken hält und Politik und Konsumenten endgültig vernebelt.

Eine Zeit lang geht das Spiel mit dem Feuer gut. Doch Geld, dem keine wirtschaftliche Leistung gegenübersteht, wird früher oder später zu Inflation führen. Wer auf die Kurse der Aktien oder des Bitcoins und die Entwicklung der Häuserpreise in den letzten Jahren schaut, bekommt heute schon eine Ahnung, wie es in Zukunft auch bei den Konsumentenpreisen sein könnte.

Es braucht seine Zeit, aber das Geld ohne echten Wert wird früher oder später auch von der Masse als solches erkannt und abgelehnt. Wenn dieser Tag kommt, wird das verlogene Spiel der Politiker, Notenbanker und sogenannten Eliten vorbei sein.

Die Ernüchterung wird groß sein und der Schaden selbstverständlich auch. Ungeschoren wird wohl niemand von uns aus der Nummer herauskommen. Relativ wenig Schaden werden jedoch die erleiden, die ihre Ersparnisse außerhalb des Fiat-Money-Geldsystems gelagert haben. Sie haben Sachwerte wie Immobilien, Aktien, Kunstgegenstände aber auch die Edelmetalle Gold und Silber gekauft.

Unter den vielen plötzlich verarmten Bettlern, die dann unter uns herumlaufen werden, werden sie die ungekrönten Könige sein.

Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Tag und grüße Sie herzlich

Ihr

Bernd Heim

About the author

Bernd Heim

Dr. Bernd Heim ist seit 1985 als Investor und Trader an den Finanzmärkten aktiv. Einem breiten Publikum ist er bekannt aus diversen Börseninformationsdiensten und als Schöpfer des 'Jay Thompsen', einem fiktiven Investmentbanker aus der 'Winsider'-Reihe.

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