Diese Geschenke sollten Sie besser nicht auspacken

Das Auspacken der Geschenke ist an Weihnachten nicht nur für Kinder eines der größten Highlights dieser Tage. Auch so mancher Erwachsene hat seine Freude daran. Damit diese Freude nicht unvermittelt in Kummer und Enttäuschung umschlägt, sollten Sie gewisse Geschenke besser nicht vollständig auspacken.

Das gilt insbesondere für Gold und Silber, das Sie zum Fest geschenkt bekommen. Natürlich spricht nichts dagegen, diese Gaben vom Geschenkpapier zu befreien. Doch viel weiter sollten Sie nicht gehen, denn die Gefahr, die Münze oder den Barren zu beschädigen und dadurch den Wert des Edelmetalls zu mindern, ist groß.      

Die Gefahren für Gold und Silber sind nicht die gleichen. Aber sie beginnen oft damit, dass die Münzen oder Barren aus ihrer Verpackung herausgenommen werden. Deshalb sollten Sie einen eingeschweißten Barren beispielsweise nie von seiner Folie befreien und eine verkapselte Münze nie aus der Kapsel herausnehmen.

Gerade bei Münzen ist die Versuchung, dies zu tun, groß, denn wer möchte das schöne Motiv der Münze nicht einmal ohne irritierende Spiegelungen und Brechungen betrachten? So verständlich dieser Wunsch ist, so gefährlich ist er auch, denn es droht bei unsachgemäßer Behandlung eine Beschädigung der Münze.

So schädlich kann Ihre Hand sein

Beim Gold besteht die größte Gefahr darin, dass Ihnen die Münze aus der Hand entgleitet und zu Boden fällt. Da die meisten Münzen inzwischen aus dem hochreinen 999,9er Feingold bestehen und reines Gold sehr weich ist, kann schon ein Schurz aus einem Meter Höhe die Münze beim Aufprall auf den Boden beschädigen.

Durch diesen Sturz geht zwar kein einziges Milligramm Gold verloren, doch ein Philharmoniker oder ein Mapple Leaf mit Macke dürfte Ihnen im Verkauf weniger Geld einbringen als eine unbeschädigte Münze. Deshalb sollte eingeschweißtes Gold niemals aus der Folie gelöst werden und eine Münze nicht aus ihrer Kunststoffkapsel herausgenommen werden.

Das Gold mit den Fingern zu berühren, ist nicht schädlich, denn dank seiner hohen Dichte reagiert das Gold kaum mit anderen Chemikalien. Beim Silber ist diese Gefahr allerdings gegeben und sie führt dazu, dass die Münze im Lauf der Zeit anläuft oder milchige Flecken bekommt.

Auch diese Flecken reduzieren zwar nicht das Gewicht der Münze. Sie beeinträchtigen die Optik jedoch erheblich. Da bei Münzkauf anders als beim Barren für viele Anleger auch das optische Erscheiungsbild des Silbers eine große Rolle spielt, muss bei einem späteren Verkauf mit Abschlägen beim zu erzielenden Preis gerechnet werden, sollte die Münze Schäden aufweise, die durch den Kontakt mit Luft, unseren Händen oder anderen Substanzen entstanden sind.

Wer diese Gefahren gar nicht erst aufkommen lassen möchte, der tut gut daran, eine verkapselte Münze niemals aus der Kapsel herauszunehmen und wenn dies doch einmal geschehen muss, dann sollte man auch in gut geheizten Räumen immer mit Handschuhen, am besten solchen aus Baumwolle, arbeiten.

Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Tag und grüße Sie herzlich

Ihr

Bernd Heim

About the author

Bernd Heim

Dr. Bernd Heim ist seit 1985 als Investor und Trader an den Finanzmärkten aktiv. Einem breiten Publikum ist er bekannt aus diversen Börseninformationsdiensten und als Schöpfer des 'Jay Thompsen', einem fiktiven Investmentbanker aus der 'Winsider'-Reihe.

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